Studie zu KI-Potenzial KI kann Stadtwerke bis 2035 deutlich entlasten

Von Berk Kutsal 1 min Lesedauer

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Eine gemeinsame Untersuchung von m3 und dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) will zeigen, dass der gezielte Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) Stadtwerken helfen kann, ihre Kosten in zentralen Geschäftsbereichen zu senken. Besonders groß seien die Potenziale in Netzbetrieb und Energieerzeugung – doch dort liegen auch die größten Hürden.

Eine Studie von m3 und Fraunhofer IPK zeigt: Stadtwerke können mit Künstlicher Intelligenz Prozesse automatisieren und Kosten senken – besonders in Netz und Erzeugung.(Bild:  m3)
Eine Studie von m3 und Fraunhofer IPK zeigt: Stadtwerke können mit Künstlicher Intelligenz Prozesse automatisieren und Kosten senken – besonders in Netz und Erzeugung.
(Bild: m3)

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem Effizienztreiber in der Energiewirtschaft. Eine Studie der m3 management consulting GmbH und des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) zeigt, dass Stadtwerke in Deutschland durch KI-gestützte Automatisierung bis zum Jahr 2035 deutliche Kostenvorteile realisieren könnten.

Für die Untersuchung wurden über 300 typische Prozesse regionaler und lokaler Energieversorger analysiert – von Netzbetrieb und Beschaffung über Kundenservice und Vertrieb bis hin zu kaufmännischen Abläufen und Energieerzeugung. Bewertet wurde, in welchem Maß sich die Prozesse für den KI-Einsatz eignen und welche finanziellen oder personellen Einsparungen sich daraus ergeben könnten.

Laut Studie liegen die höchsten Potenziale im Bereich Netze und Erzeugung, also dort, wo Betriebssicherheit, Energiefluss und Lastmanagement entscheidend seien. Gleichzeitig seien die Anforderungen an Organisation und Technologie in diesen Segmenten besonders hoch. KI-Projekte in diesen Bereichen erforderten einen fortgeschrittenen Reifegrad und tiefgreifende strukturelle Anpassungen.

Für viele Stadtwerke könne der Einstieg daher in einfacheren Anwendungsfeldern beginnen – etwa im Kundenservice oder Vertrieb, wo KI-gestützte Systeme Routineanfragen bearbeiten, Prozesse beschleunigen und die Mitarbeitenden entlasten können. Diese Bereiche ermöglichen laut den Studienautoren schnelle Erfolge, ohne dass umfassende Umstrukturierungen notwendig sind.

„In den kommenden Jahren wird der Druck auf die Stadtwerke massiv zunehmen“, erklärt m3-Geschäftsführer Dr. Christof Spangenberg. Neben komplexen Rahmenbedingungen und Fachkräftemangel träten neue, technologiegetriebene Wettbewerber auf den Markt, die insbesondere lukrative Kundenschnittstellen angreifen. Der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz könne helfen, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

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