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Digitalisierungskonzept im Verbraucherschutz
Im Verbraucherschutz gewinnt die Information und Beratung über digitale Kanäle und digitale Themen an Bedeutung. Dazu hat die Landesregierung mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein eine Vereinbarung zur Entwicklung eines Digitalisierungs- und Reichweitenkonzeptes geschlossen. Die Umsetzung dieses Konzeptes soll in diesem Jahr beginnen. Außerdem fördert das Verbraucherschutzministerium das Pilotprojekt „Online-Schlichter“, um eine niedrigschwellige, online-basierte, außergerichtliche und kostenfreie Möglichkeit zur außergerichtlichen Streitbeilegung bei Konflikten mit Online-Händlern zu bieten. Zum anderen müssen Kompetenzen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher entwickelt und weitervermittelt werden, etwa beim Umgang mit Konsumfallen, Betrügereien oder Dienstleistungen im Netz.
Aus- und Weiterbildung von Fachkräften für die Digitalisierung
Das Land begleitet und unterstützt gerade kleine Unternehmen beim Weg in das Digital-Zeitalter, etwa durch Hilfe bei der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Es wird einen enormen Wandel geben: Manche Berufsbilder werden verschwinden, dafür entstehen neue Berufe. Wer beispielsweise als Tischler in Zukunft nicht in der Lage sein wird, einen Raum in 3-D-Technik zu vermessen und dem Kunden zu illustrieren, wird kaum eine Zukunftschance haben.
Digitalisierung auch im Verkehrsbereich Schleswig-Holstein liegt auch bei digitalen Verkehrsthemen weit vorn: Auf der Insel Sylt wird bald der erste fahrerlose Bus testweise unterwegs sein. Bereits im kommenden Jahr wird an der Autobahn 1 vor Lübeck die bundesweit zweite Teststrecke für elektrisch angetriebene Lkw in Betrieb gehen.
Bildung
Erstmals wird das Lernen mit digitalen Medien systematisch in der Lehrkräftebildung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung verankert. Das ist der entscheidende Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung aller Schulen: Alle Lehrkräfte werden erreicht.
Es wird ein Zentrum für „Blended Learning“ aufgebaut. Das bedeutet: Es werden Kurse für die Nutzung digitaler Medien angeboten. Außerdem werden in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Lübeck Medienwerkstätten zur Erprobung digitaler Medien bereitgestellt. So werden zugleich die Bereiche Schule und Hochschule enger miteinander vernetzt.
Wissenschaft
In Hochschulen etablieren sich mit der Digitalisierung zunehmend neue Konzepte, zum Beispiel „Open Educational Resources“ und „Open Science“ - vereinfacht gesagt offen zugängliche Lehrveranstaltungen sowie Forschungsergebnisse im Netz.
Das Wissenschaftsministerium fördert die Etablierung hochschulübergreifender digitaler Dienste und Infrastrukturen. Die erhöhte Nutzung hochschulübergreifender digitaler Szenarien in Forschung und Lehre ist ohne gemeinsam nutzbare IT-Infrastrukturen nicht denkbar. Die Förderung umfasst den gemeinschaftlichen Aufbau eines breitbandigen Forschungsnetzes sowie den datenschutzkonformen Ausbau Cloud-basierter IT-Dienste. So können Lehrmodule mit digitaler Unterstützung (z.B. Videostreaming bei gleichzeitiger Bereitstellung digitaler, interaktiver Lehrinhalte) gemeinsam genutzt oder eine übergreifende Informations- und Dateninfrastruktur für die Forschung aufgebaut werden.
Telemedizin für Tierärzte
Geprüft wird die Entwicklung von Telemedizin-Modulen im Veterinärbereich. Diese sollen zur Verbesserung der tierärztlichen Versorgung in schwer erreichbaren Regionen wie Inseln und Halligen und zur Überwachung der Tiergesundheit beitragen. Besonders in Notfällen (etwa die Erkrankung von Tieren oder das Kalben einer Kuh) kann mit Hilfe der Telemedizin ein Beitrag zur Steigerung des Tierwohls geleistet werden.
Digitalisierung in der Energiewirtschaft
Das gesamte System der Energieerzeugung, des Energietransports und des Energieverbrauchs steht vor neuen Herausforderungen. Die Digitalisierung vernetzt unterschiedlichste Daten nicht nur innerhalb von Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, sondern auch zwischen allen anderen Beteiligten. So kann zum Beispiel elektrische Energie in anderen Sektoren, wie dem Wärme- und Verkehrsbereich, untergebracht werden. Hierfür sind intelligente Mess- und Regelsysteme erforderlich. Sie stellen die notwendigen Verbrauchsinformationen bereit, erlauben die Übermittlung von Netzzustandsdaten und unterstützen sichere und zuverlässige Steuerungsmaßnahmen.
Das Energiewendeministerium unterstützt die Akteure bei der Einführung intelligenter Messsysteme. Messstellenbetreiber sollen in der Startphase ab 2018 durch Informationsveranstaltungen mit möglichen Kooperationspartnern gestärkt werden. Beratungsangebote und Fördermaßnahmen der Verbraucherzentrale zur Digitalisierung im Energiebereich sollen begleitend zum Rollout intelligenter Messsysteme in den kommenden beiden Jahren angeboten werden. Im Ergebnis wird dies ein Beitrag sein, Energie einzusparen.
Förderung des eSports
Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, eSports im Land zu fördern. Im Rahmen des bis Ende 2020 angelegten Projektes „Zukunftsplan Sportland Schleswig-Holstein“ werden Sportvereine durch gezielte Förderung ermuntert, eSports-Abteilungen oder Sparten zu gründen. In einem ersten Schritt wird es darum gehen, Übungsleiterausbildungen zu unterstützen, um Kompetenzen in den Vereinen zu schaffen. Die Landesregierung wird dazu eng mit dem Landessportverband und der Sportjugend sowie mit dem e-Sport-Bund Deutschland zusammenarbeiten.
Das vollständige Digitalisierungsprogramm finden Sie online.
Pilotprojekt
Schleswig-Holstein fördert Telemedizin auf den Halligen
eGovernment
Elektronischer Rechtsverkehr in Schleswig-Holstein freigeschaltet
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