Bayern IT-Einkaufsgenossenschaft BayKIT gegründet

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

IT-Beschaffung im Webshop statt Vergabe-Marathon? Für kommunale Träger in Bayern soll das schon bald möglich sein – über eine neu gegründete IT-Einkaufsgenossenschaft und zunächst im Bereich Schule.

BayKIT-Gründungssitzung (v. l.): Heiko Menig, Vorsitzender des Schulverbandes Helmstadt und Bürgermeister Markt Neubrunn; AKDB-Vorstandsvorsitzender Rudolf Schleyer, Gudrun Aschenbrenner, Geschäftsführerin ADSG; Alex Eder, Landrat, Landkreis Unterallgäu; Helmut Brückner, stellvertr. Landrat im Landkreis Nürnberger Land, und Albert Sturm, Amtsleiter Informations- und Kommunikationstechnik, Straubing. (© AKDB)
BayKIT-Gründungssitzung (v. l.): Heiko Menig, Vorsitzender des Schulverbandes Helmstadt und Bürgermeister Markt Neubrunn; AKDB-Vorstandsvorsitzender Rudolf Schleyer, Gudrun Aschenbrenner, Geschäftsführerin ADSG; Alex Eder, Landrat, Landkreis Unterallgäu; Helmut Brückner, stellvertr. Landrat im Landkreis Nürnberger Land, und Albert Sturm, Amtsleiter Informations- und Kommunikationstechnik, Straubing.
(© AKDB)

Beschaffung im kommunalen Bereich kann sehr viel Zeit kosten und bindet Ressourcen – die Ausstattung der Schulen mit digitalen Geräten ist dafür ein Paradebeispiel. In Bayern soll eine neue IT-Einkaufsgenossenschaft kommunale Träger künftig entlasten: Die Bayerische Kommunale IT-Einkaufsgenossenschaft eG, kurz BayKIT, wurde am 24. Januar gegründet, sie soll für ihre Mitglieder Hardware und damit verbundene Dienstleistungen beschaffen – zunächst im Schulbereich. „Genossenschaftsmitglieder können sich dadurch zukünftig individuelle und in eigener Verantwortung durchzuführende, komplexe und somit teure Vergabeverfahren ersparen und diese Aufgabe an die BayKIT abgeben“, erläutert die AKBD (Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern), die die Gründung initiierte.

Gründungsmitglieder sind die Stadt Straubing, der Landkreis Nürnberger Land, der Landkreis Unterallgäu, der Schulverband Helmstadt, die Verwaltungsgemeinschaft Helmstadt, die AKDB sowie die AKDB-Dienstleistungs- und Service GmbH.

Was geplant ist

Zunächst steht noch die Eintragung ins Genossenschaftsregister an. Geplant ist dann, die Bedarfe der einzelnen Mitglieder zu bündeln und gesammelt auszuschreiben, auch um Größenvorteile zu gewinnen. Anschließend soll das Vergabeverfahren zum Abschluss eines Rahmenvertrages durchgeführt werden. Markterkundung und die Ermittlung technischer Anforderungen liegen in der Hand der AKDB Dienstleistungs- und Service GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der AKDB. Um eine Auswahl von Produkten und Modellen bereitstellen zu können, sollen pro Los bis zu drei Anbieter einen Zuschlag erhalten.

Konkret geht es im ersten Schritt um Ausstattungsgegenstände wie Notebooks, Tablets, digitale Tafeln, Beamer und den mobilen Arbeitsplatz. Weitere Ausschreibungen zu Medien-Infrastruktur, Arbeitsplatzausstattung und Infrastruktur-Komponenten sind in Planung.

Genossenschaftsmitglieder können dann entsprechend ihrem jeweiligen Bedarf über einen Webshop von BayKIT einkaufen – ohne Mindestabnahmemengen oder eine Abnahmepflicht. Diese Bestellungen sollen im zweiten Quartal 2024 möglich sein.

Der Beitritt zur Genossenschaft ist per Erklärung jederzeit möglich, die Formulare dazu gibt es bei der AKDB. Angesprochen sind zunächst kommunale Träger von Schulen, also Gemeinden, Märkte, Städte, Landkreise und Bezirke sowie kommunale Zweckverbände und Verwaltungsgemeinschaften.

(ID:49889422)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung