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Erfolgsfaktor IT-Kenntnisse
Noch immer besitzen zu wenige Arbeitnehmer in Deutschland berufsrelevante IT-Kenntnisse, so eine aktuelle Studie des Analystenhauses IDC im Auftrag von Microsoft, einem der Gründungspartner der Qualifizierungsinitiative IT-Fitness. Im Herbst 2009 befragte IDC 1.000 Personalentscheider aus 13 EU-Ländern und verschiedenen Branchen zur Bedeutung von IT-Basiskenntnissen für den beruflichen Erfolg in der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt.
Das Ergebnis: Weniger als zehn Prozent aller Jobs werden im Jahr 2014 ganz ohne IT-Kenntnisse auskommen. In neun von zehn Berufen wird zukünftig zumindest Basis-PC-Wissen, also der Umgang mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, benötigt. Mehr als die Hälfte der Personalverantwortlichen gab an, dass IT-Kenntnisse eine Grundvoraussetzung für beruflichen Erfolg seien.
Die Öffentliche Verwaltung ist dabei keine Ausnahme: mit 4,1 von fünf möglichen Punkten bewerteten die befragten Personalverantwortlichen in den Behörden vor allem die Basis-Kenntnisse als erfolgskritisch. Mehr als jeder zweite befragte Entscheider aus den Verwaltungen sieht IT-Basiskenntnisse bei den Mitarbeitern als elementar an.
Der Öffentliche Dienst kommt ohne IT nicht aus
Daran wird sich in den nächsten fünf Jahren nur geringfügig etwas ändern. Lediglich die Vermittlung von weiterführenden Fach-Kenntnissen der vielfältigen IT-Anwendungen in den deutschen Behörden wird bis zum Jahr 2014 zunehmend in den Fokus rücken.
Jeder achte Deutsche ist noch IT-Analphabet
In vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft und Verwaltung fehlen jedoch noch immer wichtige IT-Schlüsselqualifikationen. Derzeit haben 15 Prozent der Menschen in Deutschland kein Grundwissen im Umgang mit PC und Internet.
Noch bedenklicher ist die Prognose der Analysten: Während andere Länder ihren Anteil an IT-Analphabeten in den kommenden Jahren signifikant reduzieren können, wird Deutschland ohne entsprechende Investitionen in Aus- und Weiterbildung nur wenig aufholen und den Anschluss in Westeuropa verlieren. Denn laut der Untersuchung wird in Deutschland im Jahr 2014 noch immer jeder achte Mensch keine IT-Basiskenntnisse besitzen und damit von vielen Bereichen des beruflichen und gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen sein. Damit wird Deutschland in fünf Jahren auch deutlich unter dem EU-weiten Durchschnitt von 9,5 Prozent liegen.
„Angesichts der wachsenden Zahl von eGovernment-Diensten für Bürger und Unternehmen muss der IT-Qualifizierung im öffentlichen Bereich eine essenzielle Rolle zugewiesen werden. Nur dann kann in den Verwaltungen das volle Potenzial der IT-Anwendungen auch erschlossen werden“, fordert Achim Berg, Beiratsvorsitzender der Initiative IT-Fitness und Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland.
„Die Vermittlung von IT-Basiskenntnissen muss daher jetzt und auch in Zukunft fester Bestandteil von Aus- und Weiterbildung in öffentlichen Einrichtungen sein.“
Um dem Mangel an IT-Kenntnissen entgegen zu wirken und Ende 2010 vier Millionen Menschen in Deutschland kostenlos berufsrelevante IT-Basiskenntnisse zu vermitteln, hat Microsoft Deutschland gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Handwerk die Qualifizierungsinitiative IT-Fitness gegründet.
Ehrgeiziges Ziel ist es, bis Ende dieses Jahres vier Millionen Menschen in Deutschland sicher im Umgang mit PC und Internet zu machen, um ihre Beschäftigungsfähigkeit und damit auch die Wettbewerbs- und die Innovationskraft des deutschen Standorts zu stärken.
Partner sind Microsoft Deutschland, die Deutsche Bahn, die Bundesagentur für Arbeit, Cisco, Randstad, die Signal Iduna Gruppe, State Street, der Branchenverband Bitkom sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks.
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