Geografische Informationssysteme

„GIS für alle“

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Themenbereich „temporäre Verkehrslenkung“

Als erster Themenbereich wurde im „GIS für alle“ eine Baustelleninformation mit der temporären Verkehrslenkung eingerichtet. Die temporäre Verkehrsbeschilderung für Karneval liegt als separates Thema vor und kann von allen Mitarbeitern, die mit der Einrichtung von Baustellen beschäftigt sind, eingesehen werden. Damit können Überschneidungen schon bei der Planung von Baustellenterminen mit diesen Veranstaltungen erkannt und verhindert werden.

Themenbereich „Friedhof“

Dieser Themenbereich ist sehr komplex, denn hier wurde das Friedhofsdatenbankprogramm „Elfried“ mit dem Stadtplandienst verbunden. Damit wurde eine gemeinsame Arbeitsplattform für das Standesamt, den Betriebshof und die Grünplanung geschaffen. Alle sind räumlich voneinander getrennt und haben unterschiedliche Anforderungen an die Nutzung der gemeinsamen Stammdaten. Das Standesamt erstellt mit dem System die Gebührenbescheide sowie die Graburkunde und überwacht die Nutzungsdauer der Gräber. Der Betriebshof stellt die Verbindung der Grabdaten mit dem Friedhofsplan her und nutzt diese Verbindung für die Grabauskunft. Weiterhin schreibt der Betriebshof über die Serienbrieffunktion von Elfried die Nutzungsberechtigten von nicht gepflegten Gräbern an.

Fazit

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Aufbau eines Geoinformationssystems nicht eben mal so nebenbei erfolgen kann. Neben der klaren Strukturierung der Arbeit und der Datensammlung wird auch viel Zeit für die Sammlung und technische Aufbereitung der Daten benötigt. Der Mehrwert dieser Datensammlung wird erst dann erkennbar, wenn das System funktioniert und von allen leicht zu bedienen ist. Erst mit der Einführung des GIS auf der Grundlage der Internettechnologie wurde der Durchbruch zur Nutzung für alle erreicht.

In der Anfangszeit der GIS-Systeme mussten die Benutzer aufwendig geschult werden. Eine GIS-Nutzung für alle war nicht denkbar. Heute gibt es wenige technisch hoch qualifizierte Arbeitsplätze für die Datenerfassung und -bearbeitung. Die Nutzung ist im Web-GIS so konzipiert, dass man ohne große Schulungsmaßnahmen die gewünschten Informationen erhalten kann.

Auch für die Stadtplanung ist der Mehrwert durch die Einführung des GIS erheblich. Neben der Dokumentation und der Planauskunft wird die Bearbeitung der Bebauungsplanverfahren verbessert. So werden bei Planänderungsverfahren für das GIS gescannte und georeferenzierte Bebauungspläne ins CAD-System geladen und dienen als Grundlage für die Überarbeitung. Die Bedeutung, die das Zusammenspiel von CAD und GIS hat, wurde frühzeitig erkannt und bei der Einführung vom Web-GIS berücksichtigt. Aus der CAD-Anwendung werden heute Pläne, sowohl als georeferenzierte Rasterbilder, als auch als Vektordaten ins GIS überführt. GIS und CAD sind heute in der Planung Arbeitsmittel, ohne die ein rationelles Arbeiten undenkbar ist.

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(ID:2007122)