Zukunftskongress 2025 Gemeinschaftsaufgabe Staatsmodernisierung

Von Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Vom Bundesdigitalministerium über die FITKO bis hin zum IT-Planungsrat: Ganz im Sinne eines offenen Austauschs gab sich das Who is Who der Verwaltungsdigitalisierung auf dem Zukunftskongress 2025 die Klinke in die Hand.

Philipp Amthor, parlamentarischer Staatssekretär am BMDS: „Für ‚mein’ Haus ist das ein Termin, wie er besser nicht passen könnte.“(Bild:  Tobias Koch)
Philipp Amthor, parlamentarischer Staatssekretär am BMDS: „Für ‚mein’ Haus ist das ein Termin, wie er besser nicht passen könnte.“
(Bild: Tobias Koch)

Unter ganz besonderen Vorzeichen stand in diesem Jahr der Zukunftskongress Staat & Verwaltung – was sich unter anderem darin äußerte, dass das neu geschaffene Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) die Schirmherrschaft übernahm.

Zukunftskongress Staat & Verwaltung 2025
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Oliver Lorenz, der Initiator der Veranstaltung und CEO von Wegweiser, sieht allein schon in der Gründung des Ministeriums ein Aufbruchs­signal: „Jetzt zählt konkreter Fortschritt – nicht die nächste Strategie.“ Die Unterstützung durch das BMDS unterstreiche die Rolle des Kongresses als Impulsgeber für die digitale Transformation: „Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für echten Gestaltungswillen und nachhaltige Modernisierung.“

Staatsmodernisierung als Daueraufgabe?

Über die kommenden Aufgaben, das neue Gemeinschaftsgefühl und die zentrale Rolle des BMDS sprach denn auch der parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums, Philipp Amthor, in seiner Keynote am Abend des ersten Veranstaltungstages: „Für ‚mein‘ Haus ist das ein Termin, wie er besser nicht passen könnte.“ Gremien und Institutionen wie die Initiative Handlungsfähiger Staat, die „das Kernstück unseres Ministeriums beschrieben“ habe, oder auch der Normenkontrollrat hätten bereits wichtige Leitplanken gesetzt, betonte Amthor. ­Keinesfalls soll die Daueraufgabe Staatsmodernisierung zu einer Aufgabe verkommen, die dauernd nicht erledigt wird. Allein schon die einbezogenen Ressourcen zeigten, dass man es ernst meine.

Aber nicht nur Amthor hatte viel Interessantes über die jüngsten Aktivitäten im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung zu ­berichten. Neben diversen Best-Practice-Vorträgen und Diskussionsrunden, die in den Workshop-Räumen des Westhafen Convention Center stattfanden, gab es vor allem auf der Hauptbühne immer wieder spannende Einblicke in die aktuellen Pläne der wichtigsten Institutionen. Über die aktuelle Arbeit des IT-Planungsrats beispielsweise sprachen dessen diesjährige Vorsitzende Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung des Bundeslands Mecklenburg-Vorpommern, und ­FITKO-Präsident Dr. André Göbel. Dabei räumten sie auch gleich mit der Begriffsverwirrung auf, die mit Deutschland-Stack, Deutschland-Architektur und Deutscher Verwaltungscloud einhergeht. Denn nicht nur Moderatorin Ann Cathrin Riedel, NExT e.V., kam dabei nach eigenen Angaben „durch den Tüddel“. Göbel gab zu, dass dies auch in seinem Wirkungskreis vor wenigen Wochen noch der Fall gewesen sei.

Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg

Dies allein zeigt, wie wichtig der Austausch zwischen allen Beteiligten ist, und auch das kam immer wieder auf den Tisch. Ob es nun darum geht, in den Gremien eine gemeinsame Sprache zu sprechen, den Mitarbeitenden in der Verwaltung die Ängste vor den bevorstehenden Veränderungen zu nehmen oder die Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot zu holen: Offene Kommunikation ist dabei der Schlüssel zu erfolgreicher Digi­talisierung und Staatsmodernisierung – und gerade Events wie der Zukunftskongress „sind wichtig, damit wir darüber kommunizieren, wie wir die Zukunft gestalten“, wie Göbel auf Nachfrage betonte. „ Da wird vor allem der nächste Zukunftskongress, also der zwölfte, besonders interessant und relevant werden, weil wir dann bestimmt erste Lösungs­ansätze oder vielleicht sogar schon erste Ergebnisse […] diskutieren werden.“

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