Umwelt-Managementsystem ITZBund führt EMAS in Master-Rechenzentren ein

Stephan Augsten 2 min Lesedauer

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Alles im Grünen, heißt es fortan in den drei energieintensiven Masterrechenzentren des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund). Diese wurden in zweiter Einführungswelle nämlich nach dem europäischen Umweltmanagementsystems EMAS zertifiziert.

Auch die Rechenzentren des ITZBund sind nun im Rahmen des Umweltmanagementsystems EMAS zertifiziert.(Bild:  © Getty Images / Westend61)
Auch die Rechenzentren des ITZBund sind nun im Rahmen des Umweltmanagementsystems EMAS zertifiziert.
(Bild: © Getty Images / Westend61)

Das ITZBund hat einen bedeutsamen Schritt zur nachhaltigen Digitalisierung der Bundesverwaltung vollzogen. Nach der erstmaligen EMAS-Einführung im Jahr 2023 konnte die Behörde nun die zweite Einführungswelle erfolgreich abschließen und das europäische Umweltmanagementsystem an drei zusätzlichen Liegenschaften implementieren. Dabei handelte es sich um die Masterrechenzentren des ITZBund – Einrichtungen mit „naturgemäß“ starken Umweltauswirkungen. Allen Standorten gemein ist dabei der hohe Energieverbrauch und ein erheblicher Materialeinsatz, weshalb ihre systematische Erfassung und Optimierung von besonderer Relevanz für die Umweltbilanz der gesamten Organisation ist.

Parallel zu dieser EMAS-Ausweitung konnte das ITZBund die Revalidierung der bereits EMAS-zertifizierten Dienstsitze erfolgreich abschließen. Dieser kontinuierliche Prozess verdeutlicht das langfristige Engagement der Behörde für systematisches Umweltmanagement. Dr. Alfred Kranstedt, Direktor des ITZBund, hebt die strategische Bedeutung des Systems hervor: „Mit EMAS haben wir einen langfristigen Veränderungsprozess in Gang gesetzt. Die kontinuierliche Überprüfung unserer Vorgaben und Ziele unterstützt uns dabei, Fortschritt zu quantifizieren und so unsere Verbesserungspotenziale fortlaufend zu optimieren.

Vorbildwirkung für gesamte Bundes-IT

EMAS gilt als eines der anspruchsvollsten und umfassendsten Systeme für Umweltmanagement. Es basiert auf der europäischen EMAS-Verordnung (EG, Nr. 1221/2009) und erfordert eine externe Prüfung und Validierung durch einen staatlich geprüfte Umweltgutachter bzw. eine Gutachterin. Das System macht die Umweltauswirkungen entlang des gesamten Lebenszyklus seiner Produkte und Dienstleistungen transparent. Dieser systematische Ansatz ermöglicht es dem ITZBund, Einsparpotenziale zu identifizieren und seine Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Nach eigenen Angaben betreibt das ITZBund seine Rechenzentren bereits jetzt zu 100 Prozent mit Ökostrom. Darüber hinaus wurden verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt, etwa durch Kalt-Warmgang-Einhausungen.

Nach eigener Aussage verfolgt das ITZBund das übergeordnete „Ziel, auch im Bereich der nachhaltigen Digitalisierung spürbare Mehrwerte für seine Kundenbehörden zu schaffen“. Das EMAS-Engagement solle dabei eine Vorbildwirkung für die gesamte Bundes-IT entfalten. Exemplarisch hebt der zentrale IT-Dienstleister des Bundes seine Aktivitäten im Bereich nachhaltiger Softwareentwicklung hervor. Das ITZBund habe demnach bereits über 50 Anwendungen hinsichtlich ihrer Umweltwirkungen analysiert und dabei ein standardisiertes Prüfverfahren entwickelt. Dieser Ansatz wird kontinuierlich weiterentwickelt, um Softwarelösungen messbar ressourcenschonender zu gestalten und ihre Umweltbilanz entlang des gesamten Software-Lebenszyklus (Software Development Lifecycle, SDLC) zu optimieren.

Die EMAS-Einführung wird an weiteren Liegenschaften fortgesetzt. Gleichzeitig stellt sich das ITZBund jährlich dem Prozess der Überwachungs- und Re-Audits an den bereits validierten Standorten, um die Standards des Umweltmanagementsystems auch dauerhaft zu gewährleisten.

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