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Hoher Aufwand bei der Spam-Überprüfung
Für die Mitarbeiter bedeutete diese Masse an unerwünschten Werbe- und Nonsens-Mitteilungen eine erhebliche Belastung. Zwar hatte das Unternehmen bereits seit 2004 Spam-Filter im Einsatz, doch damit wurde der Spam lediglich in einen separaten Ordner im Posteingang der Benutzer sortiert. Über das weitere Vorgehen – ob jede Mail noch mal von Hand geprüft oder der Ordnerinhalt insgesamt gelöscht wurde – musste der jeweilige Adressat selbst entscheiden.
Dabei bestand immer die Gefahr, dass fälschlicherweise aussortierte Mails ungelesen verschwanden und der Absender nie eine Antwort erhielt.
Eine zentrale Sammlung kam aus Gründen des Datenschutzes nicht infrage. „Da sind uns die Accounts unserer Mitarbeiter heilig“, so Redmann. „Außerdem hätte man niemandem zumuten können, einen solchen Zentralordner zu verwalten.“ Wie Gespräche ergaben, hatten aber viele Anwender nicht die Zeit, ihren ganzen Spam-Ordner immer wieder durchzusehen. Der RMV entschied daher, eine Spam-Abwehr einzuführen, welche die Benutzer zum einen entlasten und zum anderen sicherstellen konnte, dass keine wichtigen eMails verloren gingen.
„Expertengremium“ aus sieben Filtern
Der Mail Security Service, der auf IT-Sicherheit und Cloud-Services spezialisierten Dunkel GmbH, beginnt mit der Überprüfung viel früher als herkömmliche Spam-Filter. Statt die eMails zum Server des Unternehmens durchzulassen, wo diese unnötig Rechen- und Personal-Kapazitäten binden, werden die unerwünschten Nachrichten bereits während der SMTP-Kommunikation, also dem Sendevorgang, erkannt und ihre Annahme verweigert.
Die Spamschutz-Funktion basiert nicht nur auf Texterkennung, sondern analysiert auch völlig sprachunabhängig charakteristische Verhaltensweisen derartiger eMails. Zusätzlich werden selbst entwickelte Verfahren von Dunkel sowie die weltweiten Spam-Monitoring-Systeme von Commtouch und Cloudmark eingesetzt, um auch neue Spam-Wellen frühzeitig erkennen und blockieren zu können.
Die verschiedenen Scanner sind auf unterschiedliche Spam-Arten spezialisiert und bilden zusammen eine Art Expertengremium. In diesem gibt jedes Tool eine Bewertung ab, die zu einer Einschätzung der Spam-Wahrscheinlichkeit zusammenfließen.
„Insgesamt erreichen wir damit eine durchschnittliche Erkennungsrate von 99,4 Prozent“, erläutert der IT-Sicherheitsspezialist Axel Dunkel. Der Kunde kann dabei selbst entscheiden, wie bei eMails mit unterschiedlich hoher Spam-Wahrscheinlichkeit verfahren werden soll. Beispielsweise können Mitteilungen mit niedriger Einstufung auch wie gewohnt angenommen und in einem separaten Ordner abgelegt werden.
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