Kfz-Zulassungen Ein Drama in Akten

Von Chiara Maurer 1 min Lesedauer

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Cyberattacken, Unzulänglichkeiten bei der Einführung von i-Kfz und nun fehlende Sicherheitsstandards – nun droht die Sperrung der Onlinezugänge von 284 von 415 Zulassungsstellen durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA).

Die Sperrung der Onlinezugänge bedeutet ein Rückschritt bei der Digitalisierung des Zulassungswesens.(©  welcomia – Getty Images via Canva.com)
Die Sperrung der Onlinezugänge bedeutet ein Rückschritt bei der Digitalisierung des Zulassungswesens.
(© welcomia – Getty Images via Canva.com)

Im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes müssen auch Verwaltungsleistungen im Zusammenhang mit Kraftfahrzeugen digitalisiert werden. Bei bundesweit 415 Zulassungsstellen ist es so möglich, Fahrzeuge neu zuzulassen oder online anzumelden – noch. Denn nachdem zahlreiche Behörden erst durch Cyberattacken lahmgelegt wurden und dann auch noch Unzugänglichkeiten bei der Einführung der digitalen Kraftfahrzeugzulassung i-Kfz für Aufruhr sorgten, könnte diese Zahl bald erheblich sinken. Grund dafür sind Sicherheitsbedenken des Kraftfahrtbundesamts.

So erfüllen laut KBA zahlreiche Zulassungsstellen, beziehungsweise deren Onlinezugänge, nicht die erforderlichen Sicherheitsmindeststandards. Deshalb sollen diese nun zum Jahreswechsel gesperrt werden. „In der Praxis bedeutet dies, dass fast 70 Prozent aller Behörden Neuzulassungen, Besitzumschreibungen, Außerbetriebsetzungen und andere Aufträge wie früher nur in Papierform entgegennehmen und bearbeiten können“, so Florian Cichon, Vorstandsvorsitzender der Kölner PremiumZulasser eG. Eine Rückkehr zum Papier-Chaos also.

Back to the Papierchaos-Roots

Die Konsequenzen: Nicht nur die neu eingerichtete Großkundenschnittstelle für gewerbliche Nutzer, sondern auch der Zugriff auf die örtlichen Portale für Privatkunden werde gesperrt, so Cichon. Dadurch werde die Auftragsbearbeitung deutlich länger dauern als online, was auch für Autohäuser, Zulassungsdienstleister und andere Marktteilnehmer Folgen haben werde.

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