Auch in diesem Jahr suchen die Ausrichter des eGovernment-Wettbewerbs wieder wegweisende und innovative Lösungen aus Behörden und öffentlichen Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für die Verleihung des Publikumspreises ist Ihre Stimme gefragt.
Der eGovernment-Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat
(Bild: Bearing Point)
Der 22. eGovernment-Wettbewerb von BearingPoint und Cisco ist bereits in vollem Gange. Bei den Finalistentagen am 3. und 4. Juli präsentierten bereits 18 ausgewählte Projekt-Teams ihre Ideen vor der Jury.
„Die Finalisten des eGovernment-Wettbewerbs stehen für den Mut, die Ideen und die Tatkraft, die wir brauchen, um eine Zeitenwende in der digitalen Verwaltung zu erreichen. Ihre Projekte zeigen, dass der Staat Taktgeber für innovative Entwicklungen sein kann“, so Jon Abele, Leiter Public Services und Mitglied der Geschäftsführung bei BearingPoint. Die Finalisten leisten wertvolle Pionierarbeit, damit die öffentliche Verwaltung die neuesten technologischen Entwicklungen aktiv prüft, vorantreibt und für ihre Kunden nutzbar macht.“ Das sieht auch Martin Obholzer, Managing Director Öffentliche Auftraggeber bei Cisco, so: „Der Wettbewerb zeigt, wie engagierte Teams aus der Verwaltung heraus Prozesstransformation und Nachhaltigkeit mit modernen Technologien vorantreiben. Die Finalisten haben beeindruckende Projekte entwickelt, die das Potenzial haben, den öffentlichen Sektor nachhaltig zu verändern.“
Nun sind allerdings Sie gefragt: Das Team, das bis 12. September per Online-Voting die meisten Stimmen erzielt, gewinnt den beliebten Publikumspreis. Zur Wahl stehen:
Kategorie 1: Bestes Projekt zur Umsetzung von OZG oder Registermodernisierung
„Breitband-Portal – Digitalisierung von Antrags- und Genehmigungsverfahren im Breitbandausbau” (Rheinland-Pfalz und Hessen mit der Metropolregion Rhein-Neckar): Das Breitband-Portal soll zur Beschleunigung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren im Rahmen des Gigabit-Ausbaus beitragen. Es erfüllt den Reifegrad 3 gemäß der entsprechenden OZG-Spezifikation und darüber hinaus sind medienbruchfreie und durchgängige Verfahren möglich.
„EfA-Marktplatz“ (govdigital und FITKO): Seit Ende 2022 können auf dem digitalen Marktplatz für EfA-Leistungen digitale Services auf Grundlage standardisierter Verträge eingestellt und bestellt werden. Betrieben wird der Marktplatz im Auftrag des IT-Planungsrates von der govdigital in Kooperation mit der FITKO. So soll eine einfache, digitale und nachhaltige OZG-Umsetzung in breiter Fläche ermöglicht werden.
„Digitaler Gewerbesteuerbescheid“ (Hessisches Ministerium der Finanzen): Mit dem Digitalem Gewerbesteuerbescheid können Steuerpflichtige und ihre Steuerbüros Bescheiddaten vollständig und medienbruchfrei maschinell verarbeiten. Die Besonderheit: Der Digitale Gewerbesteuerbescheid ist menschen- und maschinenlesbar.
„OZG@NBG” (Stadt Nürnberg): Das Programm trägt zur föderalen Abstimmung bei der Erbringung der 2.400 Leika-Leistungen bei und bringt Erfahrungen zu bewährten Ansätzen und Herausforderungen u.a. im Registerbeirat der Bundesregierung zur Registermodernisierung ein. Im Fokus: Kundenorientierte digitale Angebote, die auf Basis optimierter Prozesse erstellt und mit effizienter IT-Unterstützung betrieben werden.
Kategorie 2: Bestes Projekt zum Einsatz innovativer Technologie und Infrastrukturen
„S.C.O.U.T - Superintelligent.Chatbot.Of.United.Teams“ (BWI): Das Projekt beschäftigt sich mit der Nutzung des KI-Sprachmodells „Luminous“ der Firma Aleph Alpha, um mittels semantischer Suche im zentralen Regelungsmanagementsystem der BW das schnelle Finden in Richtlinien und Regelungen ermöglichen, welche zentral in einem System verwaltet und Nutzern verfügbar gemacht werden.
„C-ITS: Intelligente Mobilität für weniger Verkehrsunfälle“ (Die Autobahn GmbH des Bundes): Im Rahmen des Projekts wurde ein elektronische Baustellen- bzw. Gefahrenwarnsystem für temporäre Gefahren wie Tagesbaustellen entwickelt. Die Verkehrsteilnehmenden erhalten eine Warnung wenige hundert Meter vor der eigentlichen Gefahrenstelle direkt in ihr Fahrzeug und können so reagieren. Die Technik basiert auf WLANp und informiert C-ITS-fähige Fahrzeuge.
„F13 – Prototyp einer KI-basierten Text-Assistenz für die Verwaltung“ (Staatsministerium Baden-Württemberg – InnoLab_bw): „F13“ basiert auf dem generativen KI-Sprachmodell „Luminous“ von Aleph Alpha und soll Mitarbeitende der Landesverwaltung bei ihrer täglichen Arbeit entlasten, indem ein effizienteres Wissensmanagement ermöglicht wird. Der Assistent kann u.a. Texte zusammenfassen un generieren, bei der Recherche unterstützen und Kabinettsvorlagen direkt in einen KV-Vermerk überführen.
Kategorie 3: Bestes Digitalisierungsprojekt
„I14Y-Interoperabiltätsplattform“ (Bundesamt für Statistik (BFS), Eidgenössisches Departement des Innern): Das nationale, öffentliche Verzeichnis der bestehenden Datensammlungen der Verwaltung der Schweiz ermöglicht die Mehrfachnutzung von Verwaltungsdaten und unterstützt den effizienten Datenaustausch zwischen Behörden, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern.
„Internetbasierte Fahrzeugzulassung (i-Kfz)“ (Bundesministerium für Digitales und Verkehr): Das Onlineverfahren ermöglicht Fahrzeugnutzenden, Zulassungsanträge online durchzuführen.
„Digital Austria Data Exchange (dadeX)-Use Case ,Kinderbetreuung Beitragsförderung‘ Stadt Graz“ (Bundesministerium für Finanzen): Der Digital Austria Data Exchange (dadeX) ist eine zentrale Plattform für den Datenaustausch zwischen Data Consumer und Data Provider und trägt so zur Umsetzung des Once-Only-Prinzips bei.
„Schule@BW“ (Kultusministerium Baden-Württemberg): Ziel des Projekts ist es, digitale Anwendungen und Diensten für den Digitalunterricht über eine zentral zugängliche Plattform bereitzustellen. Im Fokus stehen dabei die Module ‚Lehren und Lernen‘, ‚Sichere Kommunikation‘ sowie ‚Digitaler Arbeitsplatz für Lehrkräfte‘. Die Plattform ist modular aufgebaut.
Kategorie 4: Bestes Projekt zur Agilen Transformation der Verwaltung
„GovLabDE“ (Bundesministerium des Inneren und für Heimat): Die Plattform der Bundesregierung soll die ressortübergreifende, agile und innovative Zusammenarbeit erleichtern.
„Digitalstrategie für die digitale Transformation der DRV-Bund“ (DRV-Bund): Die Digitalstrategie –„Zukunftsperspektive 2030“ – bildet mit 20 strategischen Ziele die Leitplanken für die Digitalisierung der DRV-Bund und bietet dabei genug Flexibilität für die Umsetzung und eine Neuausrichtung alle zwei Jahre. Die Ziele werden in konkrete operative Ziele übersetzt.
„Gesamtstädtische Personalgewinnung und -entwicklung“ (Gemeinsame Geschäftsstelle Schulbauoffensive mit Sitz im Bezirksamt Neukölln): Das Projekt hat zum Ziel, die Personalgewinnung in Krisenzeiten zu beschleunigen. Dafür wurde eine Plattform für die Personalgewinnung eingerichtet, die behördenübergreifend in Berlin genutzt werden kann. Dies führt zu einem vereinfachten Bewerbungsprozess, da Bewerbende sich nun auf gleichartige Stellen bei verschiedenen Behörden mittels einer einzigen Bewerbung qualifizieren können.
Kategorie 5: Bestes Projekt „Nachhaltigkeit durch Digitalisierung“
„Streuobst für alle“ (Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung): Im Rahmen des Förderprogramms „Streuobst für alle!“ soll die Neupflanzung von Streuobstbäumen unterstützt werden. Ziel des Projekts war die Entwicklung einer digitalen End-to-End Verwaltungsleistung, die sich über den Förderantrag, Förderbescheid, Auszahlungsantrag sowie Auszahlungsbescheid erstreckt.
„Digitales Potenzialflächenkataster Hessen“ (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen): Der „Digitale Potenzialflächenkataster“, eine behördeninterne Webanwendung auf Cloud-Basis, soll helfen, die Bundesvorgabe zur Reduzierung der neu in Anspruch genommenen Siedlungs- und Verkehrsflächen zu erfüllen.
„EDIS - EchtzeitDatenInfraStruktur für PEGELONLINE“ (ITZBund und Wasserstraßen- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)): Das Projekt hat zum Ziel, eine Echtzeit-Daten-Infrastruktur für gewässerkundliche Informationen der Bundeswasserstraßen zu errichten. Anstatt einer aktiven Datenabrufung durch Nutzende sollen aktuelle gewässerkundliche Informationen dann per Push-Auslieferung zur Verfügung gestellt werden. Dadurch soll eine Reduzierung der Zugriffe von mehr als 20 Prozent erzielt werden, um die Infrastruktur von PEGELONLINE zu entlasten und die Sicherheit der Datenbereitstellung in Ausnahmesituationen zu erhöhen.
„SAMOSEE-BW: Satellitenbasiertes Monitoring von Seen in Baden-Württemberg“ (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg): Das Projekt macht die Fernerkundungsdaten der COPERNICUS-Initiative, der NASA und des USGS für das landesweite routinemäßige Monitoring von Seen in Baden-Württemberg nutzbar. So lässt sich der Gewässerzustand bestimmen und Informationen zur räumlichen und zeitlichen Entwicklung von Seen ableiten.
Mehr Informationen und die Abstimmung finden Sie hier:
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