Datenhoheit Digitale Souveränität in der Kommunikation

Ein Gastbeitrag von Sven Kummer 3 min Lesedauer

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In vielen Behörden und Ämtern werden Newsletter zunehmend als Informations- und Dialoginstrument eingesetzt. Bei der Wahl des passenden Tools sollten Entscheiderinnen und Entscheider nicht nur auf Funktionen und Designoptionen achten – mindestens genauso wichtig sind Fragen der technischen Umsetzung, der Datenhoheit sowie der IT-Sicherheit.

Personenbezogene Daten müssen abgesichert sein, auch in der E-Mail-Kommunikation.(Bild:  KI-generiert)
Personenbezogene Daten müssen abgesichert sein, auch in der E-Mail-Kommunikation.
(Bild: KI-generiert)

Der Schutz personenbezogener Daten ist für öffentliche Einrichtungen nicht nur eine rechtliche Verpflichtung – er ist ein unverzichtbarer Bestandteil verantwortungsvoller digitaler Kommunikation. Gerade für öffentliche Stellen ist es entscheidend, dass die genutzten Systeme nicht nur theoretisch datenschutzkonform sind, sondern auch praktisch die volle Kontrolle über die Infrastruktur ermöglichen.

In Zeiten wachsender Abhängigkeit von US-amerikanischen Softwarefirmen wird immer entscheidender, wie und wo Daten verarbeitet, gespeichert und geschützt werden. Viele E-Mail-Marketing-Anbieter bekennen sich grundsätzlich zum gesetzlich verankerten Datenschutz. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass zentrale Komponenten ihrer Architektur – insbesondere Hostinglösungen – auf Public-Cloud-Anbieter ausgelagert sind. Damit werden die Kontrolle und die Datenhoheit faktisch abgegeben. Wer ein geeignetes Newsletter-Tool sucht, sollte den Blick nicht ausschließlich auf Funktionen und Design richten – mindestens genauso wichtig sind Fragen der technischen Umsetzung, der Datenhoheit sowie der IT-Sicherheit.

Weshalb der Serverstandort zählt

In Zeiten, in denen viele digitale Dienste wegen geringerer Kosten auf globale Cloud-Anbieter setzen, können Aspekte der Datenhoheit ins Hintertreffen geraten. Die Verlagerung der Datenverarbeitung in internationale Public-Cloud-Umgebungen birgt für Behörden bestimmte Risiken: Daten können in Rechtsräume gelangen, die nicht mit den europäischen Datenschutzstandards vereinbar sind – trotz vertraglicher Regelungen. Die Wahl eines E-Mail-Marketing-Anbieters, der die gesamte Infrastruktur bewusst in Deutschland betreibt, schafft hier einen entscheidenden Vorteil: Sensible personenbezogene Daten bleiben im Geltungsbereich der DSGVO, internationale Datenabflüsse werden ausgeschlossen und ungewollte Zugriffsmöglichkeiten effektiv verhindert.

Hinzu kommt, dass eine IT-Infrastruktur, die vollständig in ISO 27001- und PCI-DSS-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland betrieben wird, nicht nur höchste Sicherheitsstandards erfüllt, sondern auch eine schnelle Datenverarbeitung und geringe Latenzzeiten ermöglicht – ein Vorteil, der insbesondere für Behörden im deutschsprachigen Raum relevant ist.

Sicherheit ist kein Zufall

Datenschutz ist untrennbar mit IT-Sicherheit verbunden. Ein professionelles E-Mail-Marketing-Tool für den öffentlichen Sektor sollte deshalb nicht nur auf eine sichere Infrastruktur setzen, sondern auch über umfassende Schutzmechanismen gegen Angriffe und Manipulation verfügen. Dazu gehören Intrusion Detection Systeme (IDS) und Intrusion Prevention Systeme (IPS), die den Datenverkehr in Echtzeit überwachen, ebenso wie Firewalls mit intelligenter Angriffserkennung.

Entscheidend ist außerdem, dass die Systempflege und das Sicherheitsmanagement vollständig intern durch den Tool-Anbieter selbst erfolgen – ohne Zugriff externer Dienstleister auf produktive Systeme. Nur so bleibt die Kontrolle über die gesamte technische Umgebung in einer Hand und das Risiko von Sicherheitslücken wird signifikant reduziert.

Ein durchdachtes Sicherheitskonzept umfasst auch den Schutz vor DDoS-Attacken. Systeme, die verdächtigen Traffic automatisch erkennen, analysieren und abwehren können, stellen sicher, dass der Betrieb stabil bleibt – auch bei erhöhtem Bedrohungsaufkommen.

Best Practice aus der Kommune

Wie wichtig neben Nutzerfreundlichkeit und Gestaltungsmöglichkeiten vor allem der Datenschutz bei der Tool-Auswahl für viele Behörden ist, zeigt etwa das Beispiel der Wirtschaftsförderung der Stadt Bamberg. Simone Ludwig-Konggann, stellvertretende Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung, erinnert sich an die Auswahlkriterien für ein geeignetes Newsletter-Tool: „Für unseren ,Infobrief der Wirtschaftsförderung‘ war es uns wichtig, ein einfach zu bedienendes Tool zur attraktiven Gestaltung von Mailings auszuwählen. Gleichzeitig sollte es den hohen Anforderungen an den Datenschutz, die für uns als städtisches Amt sehr wichtig sind, gerecht werden. Am Ende hat uns rapidmail, nicht zuletzt wegen der Serverstandorte ausschließlich in Deutschland und der intuitiven Bedienbarkeit, am meisten überzeugt und wir erhalten durchwegs positive Rückmeldungen auf unsere Newsletter.“

Behörden und öffentliche Einrichtungen tragen eine besondere Verantwortung im Umgang mit personenbezogenen Daten. Wer digitale Kommunikationslösungen für den öffentlichen Sektor auswählt, sollte deshalb konsequent auf Anbieter setzen, die ihre Infrastruktur vollständig kontrollieren, keine Daten an internationale Cloud-Dienste auslagern und auf höchste Sicherheitsstandards achten.

Denn echte Datensouveränität entsteht nur dort, wo der Speicherort, der Datenfluss und die Zugriffskontrollen transparent und nachvollziehbar sind – und wo Datenschutz nicht als Pflicht, sondern als Grundhaltung verstanden wird.

Sven Kummer
Gründer und Geschäftsführer des 2008 in Freiburg gegründeten SaaS-Unternehmens rapidmail

Bildquelle: rapidmail

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