„Digital first“ für Sicherheit und Komfort an den Grenzen

Die Zukunft des Reisens ist digital

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Datenschutz als höchste Priorität

Bei der Einführung biometrischer Systeme in so großem Maßstab wird es von höchster Bedeutung sein, Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes zu adressieren und auszuräumen. Zunächst sollte der weit verbreitete Irrglaube aufgeklärt werden, dass digitale Systeme von Natur aus mehr Risiken für den Datenschutz bergen als traditionelle Methoden. Bei herkömmlichen Systemen, die derzeit z. B. noch an älteren Flughäfen anzutreffen sind, werden persönliche Informationen aus Pässen gescannt und mit Überwachungslisten abgeglichen. Warum sollte hier der Übergang zu einem digitalen System die Risiken für den Datenschutz erhöhen?

In jedem Fall ist es entscheidend, diese Systeme so zu konzipieren, dass Datenschutz und Sicherheit von vornherein als Kernkomponenten berücksichtigt werden. Dazu gehören insbesondere robuste Verschlüsselungsstandards – aber auch die Möglichkeit für den einzelnen Reisenden, die Kontrolle über seine Daten zu behalten. Das Wichtigste beim digitalen und hybriden Reisen ist die Möglichkeit für den Reisenden, seine Identität selbst zu bestimmen. Digitale Ausweissysteme bieten einen größeren Schutz der Privatsphäre, da Bürger:innen ihre Identitätsdaten kontrollieren und nur denjenigen zur Verfügung stellen können, die sie wirklich sehen müssen. Digitale Identitäten bieten auch die Möglichkeit der selektiven Offenlegung – es können nur die Daten weitergegeben werden, die für den jeweiligen Anwendungsfall relevant sind.

Auf dem Weg ins digitale Reisezeitalter wird es daher oberste Priorität sein, den Reisenden mehr Kontrolle über ihre eigenen Daten zu geben. In dem Maße, wie die Kontrolle der Reisenden über ihre eigenen persönlichen Daten zunehmen, werden die Akzeptanz steigen und Reibungsverluste sinken. Und indem sie einem datenschutz- und personenzentrierten Ansatz oberste Priorität einräumen, können Flughäfen potenzielle Datenschutzprobleme im Zusammenhang mit der Nutzung biometrischer Daten entschärfen.

Erfahrungen aus ersten internationalen Versuchen zur automatisierten Einwanderungskontrolle

Von Flughäfen wie Changi und Dubai lässt sich schon jetzt viel lernen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus deren Versuchen ist die entscheidende Bedeutung von intuitiv verständlichen Prozessen und einer effektiven Kommunikation. Es ist absolut wesentlich, dass die implementierten Systeme benutzerfreundlich funktionieren und es den Passagieren ermöglichen, sich ohne Hilfe durch den gesamten Einreiseprozess zu bewegen. Darüber hinaus ist eine klare und transparente Kommunikation mit der Öffentlichkeit über die Nutzung dieser Systeme unerlässlich. Diese beiden Aspekte sind für die erfolgreiche Einführung und das Vertrauen in die biometrische Technologie von grundlegender Bedeutung. Durch die Beobachtung dieser Versuche können Flughäfen auf der ganzen Welt wertvolle Einblicke in die praktische Umsetzung biometrischer Systeme gewinnen – und später bei sich einen reibungsloseren Übergang hin zu digitalen Einreisekontrollen gewährleisten. Davon werden nicht nur Reisende und Fluggäste profitieren, sondern der gesamte Flughafenbetrieb.

Jon Payne
Director Government Relations bei Entrust

Bildquelle: Entrust

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