Unternehmen sehen die Cloud mittlerweile als grundlegende Technologie für ihre Geschäfte, doch auch der Verwaltung bietet sie Vorteile. Wie der Staat im Krisenfall in der Cloud weiter funktionieren kann und die Öffentliche Hand davon profitiert, Daten, Prozesse und Strukturen als digitale Kopien in der Cloud anzulegen.
Die Cloud bietet viele Vorteile für den Public Sector, dennoch sind die Vorbehalte noch groß
(Bild: Nadia – stock.adobe.com)
Cloud-Technologien haben sich in der Wirtschaft durchgesetzt. Einer aktuellen McKinsey-Analyse zufolge gehen große Unternehmen davon aus, dass sie bis 2025 durchschnittlich 60 Prozent ihrer Daten, Anwendungen und Prozesse in die Cloud verlagert haben werden. Viele Firmen betrachten Cloud Computing als eine grundlegende Technologie für das Geschäft von morgen.
McKinsey hat prognostiziert, dass sich durch die Adaption von Cloud-Technologien für die Forbes Global 2000 und damit die 2.000 größten börsennotierten Unternehmen der Welt bis 2030 ein zusätzliches EBITDA von insgesamt über drei Billionen US-Dollar realisieren lässt. Davon entfallen knapp 900 Milliarden US-Dollar auf Vorteile durch die Erneuerung der IT und damit die Digitalisierung wesentlicher Abläufe, die Risikominimierung und die IT-Kosten-Optimierung.
Der mit rund 2,3 Billionen US-Dollar wesentlich größere Teil entsteht durch Innovationen im Zusammenhang mit der Adaption von Cloud-Technologien wie innovationsgestütztem Wachstum, einer schnellen Produktentwicklung sowie Flexibilität, Skalierbarkeit und hoher Reaktionsgeschwindigkeit. Dazu kommen neue cloudbasierte Geschäftsmodelle sowie die Integration mit anderen Technologien wie 5G, Blockchain und Quantencomputing, deren wirtschaftliche Auswirkungen noch gar nicht quantifiziert werden können.
Cloud gewinnt im öffentlichen Sektor an Bedeutung
Während viele Unternehmen beim Thema Cloud ernst machen und Cloud-Angebote immer stärker in der Breite implementieren, befindet sich die Einführung der Cloud im öffentlichen Sektor noch in einem früheren Stadium. Dennoch ist auch mit Blick auf den öffentlichen Sektor und die Verwaltung klar: Cloud-Lösungen werden nicht nur durch ihr immenses Innovationspotenzial immer wichtiger, sondern sind in naher Zukunft auch entscheidende Grundlage für die Arbeitsfähigkeit von Staat und Verwaltung. Denn innovative Technologie- und Softwareunternehmen setzen vermehrt auf Cloud-Lösungen. Neue Softwarelösungen werden teilweise sogar nur noch für Clouds entwickelt beziehungsweise dort angeboten.
Ohne die Möglichkeit zur Nutzung von Cloud-Anwendungen wird die Verwaltung von diesem Innovationspotenzial ausgeschlossen. Denn Clouds bieten vielseitige Chancen, die IT-Landschaft des Staates zu modernisieren und neue Fähigkeiten aufzubauen. Sollte der öffentliche Sektor jedoch nicht in der Lage sein, seine bislang als „on-premise Lösungen“ genutzten Programme weiterhin zu nutzen, besteht ein erhebliches Risiko, vor allem mit Blick auf den Erhalt der Arbeitsfähigkeit.
Das ist insbesondere in der derzeitigen, viel zitierten „Zeitenwende“ deutlich geworden.
Digitale Zwillinge für die Öffentliche Verwaltung
Wie wichtig ein resilienter digitaler Staat insbesondere in Krisenzeiten ist, hat sich auf besonders bedrückende Art und Weise in der Ukraine gezeigt: Das Land hat schon vor Jahren alle wichtigen Daten, Prozesse und Strukturen als digitale Kopien in der Cloud angelegt – und bleibt nun trotz aller Widrigkeiten handlungsfähig. So ist es dem Land gelungen, ein umfassendes Paket digitaler Behördendienste auch in Zeiten des Kriegs aufzubauen. 70 wichtige öffentliche Dienste stehen zur Verfügung und es wird angestrebt, bis 2024 alle Behördendienste zu digitalisieren.
Von solch einer außergewöhnlichen digitalen Leistungsfähigkeit und Sicherheit könnte auch Deutschland profitieren. Denn was passiert, wenn Hacker nicht nur Gemeindeverwaltungen für ein paar Wochen lahmlegen, sondern Bundesbehörden für Monate? Oder wenn Public Clouds in anderen Ländern abgeschaltet werden? Dann wäre es gut, wenn die Öffentliche Verwaltung in Deutschland eine Sicherheitslösung für die digitale Infrastruktur hätte. Im Grunde also „digitale Zwillinge“ der realen Institutionen, mit deren Hilfe Verwaltung und kritische Teile der Wirtschaft im Krisenfall digital weiterarbeiten können.
Technische Voraussetzung für solche digitalen Zwillinge ist eine hochleistungsfähige, europäische digitale Infrastruktur, die auf Skalierbarkeit setzt. So ermöglichen beispielsweise Container-Technologien, Anwendungen von einer Cloud in eine andere zu verschieben. Damit kann eine schnelle, skalierbare und vertrauenswürdige Ergänzung zu Hyperscalern wie auch zu eigenen Rechenzentren aufgebaut werden.
Stand: 08.12.2025
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