Lange waren Behörden und öffentliche Einrichtungen in Europa eher zurückhaltend, was Cloud-Services anging. Doch das ändert sich. Zu groß sind schlicht die Vorteile der Cloud. Die Einführung ist allerdings auch mit einigen Herausforderungen verbunden.
Cloud-basierte Dienste erfahren in der Öffentlichen Verwaltung immer mehr Zuspruch
Cloud Computing hat die Welt in den vergangenen zehn Jahren revolutioniert. Plötzlich konnten Unternehmen viele Teile ihrer IT einfach auslagern und Betriebskosten senken, effizienter werden sowie flexibler auf neue Anforderungen reagieren. Während die Privatwirtschaft recht schnell Cloud-basierte Lösungen eingeführt hat, war der öffentliche Sektor zögerlicher. Das ändert sich allerdings langsam, denn mehr und mehr Regierungsbehörden und öffentliche Einrichtungen in den EMEA-Staaten nutzen Cloud-Services, um Innovation voranzutreiben, Abläufe zu verschlanken und Kosteneinsparungen zu erzielen.
Klassische On-premises-IT-Systeme sind teuer in der Anschaffung, Installation und Wartung und erfordern umfangreiche personelle Ressourcen für einen effektiven Betrieb. Managed Cloud Services hingegen machen große Investitionen in die IT-Infrastruktur überflüssig und reduzieren die Betriebskosten durch eine nutzungsbasierte Abrechnung. Laut einer Umfrage, die 2020 von der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) durchgeführt wurde, sind Kosteneinsparungen der wichtigste Treiber für die Einführung von Cloud-Services im öffentlichen Sektor.
Viele Behörden und öffentliche Einrichtungen streben daher in die Cloud. Je nachdem, wie sensibel die Daten und Services sind, müssen sie jedoch differenzierte Ansätze mit Public Clouds und souveränen, von öffentlichen Organisationen verwalteten Clouds umsetzen.
Cloud-Services stellen unterschiedlichste Ressourcen wie Anwendungen, Storage und Rechenkraft bereit, die sich bei Bedarf via Internet beziehen lassen. Statt physische Server und andere IT-Infrastruktur zu besitzen und zu pflegen, teilen sich die Nutzer einen Ressourcen-Pool, der von einem Cloud-Anbieter gewartet und verwaltet wird. Dadurch bieten Cloud-Services verschiedene Vorteile wie Skalierbarkeit, Flexibilität, Kosteneffizienz und Benutzerfreundlichkeit, weshalb ihre Beliebtheit bei Unternehmen, im öffentlichen Sektor und bei Privatnutzern wächst.
Mehr Agilität und schnellere Reaktionen
Managed Cloud Services helfen Einrichtungen des öffentlichen Sektors, ihre Agilität und Reaktionsfähigkeit zu steigern. Da die Services hochverfügbar sind, perfekt skalieren und größte Flexibilität bieten, können die Einrichtungen sich schnell auf veränderte Geschäftsanforderungen einstellen, ohne sich mit den Beschränkungen traditioneller IT-Infrastruktur abmühen zu müssen. Während der Corona-Pandemie beispielsweise haben viele von ihnen Möglichkeiten für Remote Work geschaffen, was ohne Cloud-basierte Anwendungen nahezu unmöglich gewesen wäre.
Weitere Vorteile der Cloud sind Datensicherheit und Compliance. Die Cloud-Anbieter investieren viel in Cybersicherheit und den Schutz von Daten, sodass sich die Nutzer auf leistungsstarke Sicherheitsmaßnahmen und zuverlässige Backup-Lösungen verlassen können. Darüber hinaus können Cloud-Services auch bei der Einhaltung von Datenschutz- und anderen regulatorischen Anforderungen wie der DSGVO helfen, die strenge Vorgaben zum Schutz der Privatsphäre und Daten von EU-Bürgern macht.
Trotz der vielen Vorteile der Cloud, steht der öffentliche Sektor in EMEA vor einigen Herausforderungen bei seiner Cloud-Transformation. Eines der größten Hindernisse bei der Einführung neuer Services ist das komplexe regulatorische Umfeld mit teilweise unterschiedlichen Anforderungen und Vorgaben von Land zu Land. Darüber hinaus gibt es häufig auch Widerstände seitens des IT-Personals, das neue Technologien und Prozesse nur zögerlich annimmt. Diese Herausforderung lässt sich allerdings durch Investitionen in Trainings und Entwicklungsprogramme überwinden.
Da sich Unternehmen und Behörden bei der Speicherung und Verarbeitung von Daten zunehmend auf die Cloud verlassen, wächst bei ihnen die Sorge um ihre digitale Souveränität. Grund dafür ist, dass Cloud-Anbieter Zugriff auf sensible Daten haben und häufig in anderen Ländern beheimatet sind, wo sie anderen Gesetzen und Vorschriften unterliegen. Gebraucht werden daher Richtlinien und regulatorische Vorgaben, die die digitale Souveränität fördern, indem sie etwa eine lokale Datenspeicherung vorschreiben oder die Entwicklung inländischer Cloud-Services vorantreiben, ohne aber internationale Datenflüsse übermäßig einzuschränken.
Letztlich nimmt die Einführung von Cloud Computing im öffentlichen Sektor innerhalb der EU an Fahrt auf – getrieben vom Wunsch nach Kosteneinsparungen, mehr Agilität und einem besseren Schutz von Daten. Zwar gibt es noch einige Herausforderungen zu meistern, dennoch können Behörden und öffentliche Einrichtungen, die den Einsatz von Cloud-Technologien proaktiv vorantreiben, erhebliche Verbesserungen ihrer betrieblichen Effizienz, Kosten und IT-Sicherheit erreichen. Mit den richtigen Cloud-Strategien und Investitionen kann der öffentliche Sektor den Bürgerinnen und Bürgern genau die Dienstleistungen schnell und kosteneffizient anbieten, die in einer von Veränderungen geprägten Welt gebraucht werden.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Michele Cito ist Director Partner Sales Regional bei Red Hat