Wie Hubs die Nutzung von Geodaten in Behörden steigern

Der öffentliche Dienst im Aufbruch

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NoSQL

Mit einer vollständigen 360-Grad-Ansicht aller verfügbaren Informationen können Entscheidungen schneller und fundierter getroffen werden. Das trägt zu mehr Effizienz und besseren Ergebnissen bei und senkt letztlich die Kosten.

Auf dem Weg dahin müssen allerdings noch Hindernisse überwunden werden. Diese technologischen Herausforderungen lassen sich am besten durch die Entwicklung ­neuer Geodaten-Anwendungen ­bewältigen, die auf einer NoSQL-Datenbanktechnologie der Enterprise-Klasse basieren.

Herkömmliche relationale Datenbanken sind dafür weniger geeignet, da sie ­Probleme mit unstrukturierten ­Informationen wie eMails, SMS, Fotos, Videos oder sozialen Medien haben. Benutzer verwenden stattdessen Excel-Tabellen, Word-Dokumente und PDFs, um solche dynamischen Daten zu speichern. In einer Krisensituation, zum Beispiel bei Überschwemmungen, Explosionen oder in einem Kriegsgebiet, kann damit die sich permanent wechselnde Situation nicht erfasst werden. Schnelle und effiziente Hilfe dürfte in der Praxis dann kaum gelingen.

Im Gegensatz dazu ermöglicht eine NoSQL-Datenbank das Indizieren und Speichern aller Daten in einem einzigen digitalen Hub – unabhängig davon, aus welcher sie stammt. Damit entfällt die Notwendigkeit, Geodaten-Funktionen manuell zu integrieren und hunderte, wenn nicht tausende unterschiedliche digitale Speicherorte durchsuchen zu müssen, um an das gesammelte Wissen öffentlicher Einrichtungen zu gelangen.

Suchabfragen

Darüber hinaus muss eine Suchfunktion (wie bei Google) integriert sein, die alle Arten von Daten aus jeder Datenquelle berücksichtigt. Heutige Mapping- und GIS-Anwendungen ermöglichen nur dann eine räumliche oder zeitliche Suche, wenn die zugrundeliegenden Geodaten hochstrukturiert sind.

Derzeit gehen bei Informationen, die in Mapping- oder GIS-Software geladen werden, meistens die ­Ableitung, die Herkunft und der historische Kontext der Daten verloren. Dies kann zu schlechteren Entscheidungen führen.

Beispielsweise wurden bei der Ebola-Epidemie 2014 in Afrika Regierungen auf der ganzen Welt von den Hilfsorganisationen vor Ort zuverlässig auf dem Laufenden gehalten. Diese Informationen konnten in einer Karte erfasst werden, um die genaue Lage und den Status der Problemgebiete anzuzeigen. Viele Nachrichtenagenturen in Afrika verbreiteten jedoch fehlerhafte Informationen, wovon auch einige in die GIS-Systeme gelangten. Bei einer NoSQL-Datenbank hätte man die Quelle aller ­Informationen – sowie alle aktuellen und historischen Daten – in einer zentralen Ansicht betrachten können.

Obwohl relationale Datenbanken als recht sicher gelten, sind die Sicherheitsoptionen heutiger GIS-Tools nicht granular genug. Die meisten Ministerien haben verschiedene Sicherheitsstufen. Folglich muss sich jeder Mitarbeiter bei mehreren Systemen anmelden, um auf unterschiedliche Datenpunkte zugreifen zu können. Mit den Sicherheitsfunktionen einer NoSQL-Datenbank der Enterprise-Klasse können Benutzer dagegen verschiedene Sicherheits­stufen innerhalb der Geodaten-Plattform verwenden. Und das vereinfacht den Zugriff auf Informationen.

Der Autor: Dr. Stefan Grotehans
Der Autor: Dr. Stefan Grotehans
(Bild: daniel gaines)

Der Kostendruck auf den öffent­lichen Sektor steigt ständig, ­genauso wie die Anforderungen an öffentliche Dienstleistungen. ­Deshalb wird es Zeit für eine neue Generation von Geodaten-Anwendungen, die eine 360-Grad-Sicht bieten und die Fülle ungenutzter, wertvoller Daten auf staatlichen und öffentlichen Servern nutzen.

Diese neuen Anwendungen ermöglichen Mitarbeitern in Behörden – und selbstverständlich jedem künftigen Dr. Snow – ein durchdachteres Vorgehen, aufschlussreiche Einblicke und damit auch fundiertere Entscheidungen.

Der Autor: Dr. Stefan Grotehans, Director Sales Engineering DACH beiMarkLogic.

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