Cyber Resilience Act CRA-Expertentreffen im Februar – Stackable mit dabei

Von Stephan Augsten 3 min Lesedauer

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Mit seinem Open-Source-Fachwissen hat es Stackable in die Expertengruppe zum Cyber Resilience Act der EU-Kommission geschafft. Das knapp fünf Jahre alte deutsche Start-up reiht sich damit in eine Riege bekannter Unternehmen und Organisationen ein, die im Februar erstmals zusammenkommen.

Um Missverständnisse bei der Umsetzung des Cyber Resilience Act gar nicht erst aufkommen zu lassen, tagt im Februar erstmals die CRA-Expertengruppe.(©  mixmagic - stock.adobe.com)
Um Missverständnisse bei der Umsetzung des Cyber Resilience Act gar nicht erst aufkommen zu lassen, tagt im Februar erstmals die CRA-Expertengruppe.
(© mixmagic - stock.adobe.com)

Am 10. Dezember 2024 ist der Cyber Resilience Act (CRA) der EU in Kraft getreten, die Frist zur Umsetzung läuft nun bis zum 11. Dezember 2027. Die Europäische Kommission hat vor diesem Hintergrund eine Expertengruppe zusammengestellt, um sich bei Fragen unterstützen und beraten zu lassen. Das erste Treffen der Expertengruppe, das sich unter anderem um die technische Beschreibung der Kategorien wichtiger und kritischer Produkte zur Vorbereitung des Durchführungsrechtsakts sowie um Leitlinien zur CRA-Umsetzung drehen soll, ist für den 12. Februar 2025 in Brüssel angesetzt.

Die „CRA Experts Group“ soll die EU-Kommission also nicht nur mit Fachwissen versorgen, sondern auch beim Erstellen von Programmen und der Umsetzung von Rechtsvorschriften oder politischen Initiativen unterstützen. Auf ihrer Landingpage zur CRA-Expertengruppe hat die EU-Kommission die Aufgaben noch einmal genauer aufgeschlüsselt:

  • Unterstützung der Kommission bei der Durchführung bestehender Rechtsvorschriften, Programme und Strategien der Union
  • Unterstützung der Kommission bei der Ausarbeitung von delegierten Rechtsakten
  • Unterstützung der Kommission bei der Ausarbeitung von Legislativvorschlägen und politischen Initiativen
  • Koordinierung mit den Mitgliedstaaten, Austausch von Meinungen
  • Bereitstellung von Fachwissen für die Kommission bei der Vorbereitung von Durchführungsmaßnahmen, d. h. bevor die Kommission diese Maßnahmenentwürfe einem Komitologie-Ausschuss vorlegt

Vier Fachexperten sollen die Gruppe mit ihrem Wissen bereichern, darunter die deutsche Cybersicherheitsexpertin Sarah Fluchs, CTO der admeritia GmbH. In die Riege der 24 beratenden Unternehmen, zu denen IT-Größen wie Cisco und Microsoft gehören, reihen sich die BSH, DEKRA., Siemens und die Sovereign Tech Agency aus Deutschland ein. Und auch Stackable darf – neben renommierten Organisationen wie der Apache Software Foundation und der Eclipse Foundation – seine Expertise in Sachen Open Source mit einbringen.

Für das noch junge und verhältnismäßig kleine Start-up aus dem schleswig-holsteinischen Wedel kam die Nachricht, Teil der Expertengruppe zu sein, denn doch etwas überraschend. Mitgründer und CTO Lars Francke freut sich jedenfalls auf die Arbeit in der Expertengruppe: „Manchmal muss ich mich noch kneifen. Vor knapp fünf Jahren gingen wir mit Stackable an den Start, heute stehen wir mit unserem vergleichsweise kleinen Team in einer Reihe mit den absoluten IT-Größen – das ist schon Wahnsinn.“

Francke verweist auch darauf, dass der Umgang mit Open Source bei den Diskussionen im Vorfeld des Cyber Resilience Acts in der Kritik stand. „Zwar sollte nicht kommerzielle Open-Source-Software von den Regelungen ausgeschlossen werden, leider waren die Formulierungen in den ersten Entwürfen aber nicht eindeutig.“ Das habe für Unmut in der Branche gesorgt, Gegenvorschläge kamen unter anderem von der Open Source Business Alliance, dem IT-Verband Bitkom oder auch der Eclipse Foundation.

„Mit der jetzt in Kraft getretenen Version konnte dieser Unmut größtenteils beseitigt werden“, glaubt Francke. „Und das ist auch gut so, denn nur mit Open Source schafft es Europa, nicht den Anschluss an die digitale Welt zu verlieren. Die Alternative wäre die Stärkung von proprietären Lösungen, was einfach nicht mehr zeitgemäß ist.“ Der Stackable-CTO betont, dass Open Source sinnbildlich für digitale Souveränität, Transparenz und die Zusammenarbeit über Länder hinweg steht. „Das wollen wir von Stackable und andere Open Source-Akteure fördern. Und deswegen bin ich stolz und froh, dass wir als Anbieter eines Produkts auf dieser Basis nun unsere Expertise bei der Europäischen Kommission einbringen können.“

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