Kommunikation für Blaulicht-Organisationen

Bundesamt: Der Digitalfunk BOS ist auf der Zielgeraden

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Erfolgreicher Einsatz bei Großlagen

Bei zahlreichen Großlagen hat sich das Leistungsspektrum des Digitalfunk BOS bereits bewährt. So etwa beim Besuch des Papstes in Berlin im September 2011, beim Castor-Transport im November 2011 in Niedersachsen, beim Champions-League-Finale in München im Mai 2012 oder dem zurückliegenden 1. Mai 2013 in Berlin. Die Auswertung der Messergebnisse aus diesen Großlagen war positiv.

Die gewonnenen Erfahrungen dienen auch der Optimierung des Zusammenspiels der Netzkomponenten und der Feststellung von Verbesserungsbedarf im Hinblick auf die Nutzeranforderungen. Die Erkenntnisse aus den zurückliegenden Einsätzen tragen maßgeblich dazu bei, das BOS-Digitalfunknetz derart fortzuentwickeln, dass es den hohen Anforderungen der Einsatzkräfte gerecht wird.

Neben Deutschland bauen derzeit weitere europäische Staaten landesweite TETRA-Netze auf: so beispielsweise Österreich, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Norwegen, Serbien, Rumänien und Mazedonien. Andere Länder, wie beispielsweise Belgien, Niederlande, Dänemark und Großbritannien haben ihre TETRA-Netze bereits in Betrieb genommen. Griechenland, Italien und Luxemburg planen derzeit den Netzaufbau.

Für den TETRA-Standard ist eine technische Schnittstelle zur voll­umfänglichen Kopplung der Netze bereits definiert. Für den Übergang von TETRA- zu TETRAPOL-Netzen ist eine solche Standardisierung derzeit noch nicht verfügbar. Dies betrifft insbesondere die grenzüberschreitende Kommunikation mit den Nachbarländern Deutschlands: Frankreich, Schweiz und Tschechien.

Es existieren technische Zwischenlösungen, die allerdings nur einige Dienste, wie zum Beispiel die Sprachkommunikation, im Grenzbereich ermöglichen. Aktuell werden verschiedene Projekte zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Kommunikation auf europäischer Ebene verfolgt.

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