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Bundesamt: Der Digitalfunk BOS ist auf der Zielgeraden

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Inbetriebnahme schreitet voran

Der Aufbau und die Inbetriebnahme des BOS-Digitalfunknetzes verlaufen parallel zueinander. Während das Netz in wenigen Regionen Deutschlands noch ausgebaut wird, werden fertiggestellte Bereiche bereits nach und nach in Betrieb genommen. Die in Betrieb genommenen Netzabschnitte werden rund um die Uhr in den zwei Netzverwaltungszentren überwacht.

Genutzt wird der Digitalfunk BOS bereits in allen Bundesländern. Rund 60 Prozent des Bundesgebietes befinden sich in der Betriebsphase, beginnend ab dem Erweiterten Probebetrieb.

Zu den Regionen, in denen der Digitalfunk BOS eingesetzt wird, gehören beispielsweise Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Köln und München, das nördliche Niedersachsen sowie ein Großteil Sachsen-Anhalts. Der norddeutsche Raum ist flächendeckend mit dem Digitalfunk BOS versorgt. Die deutschlandweite Funkversorgung wird im Wesentlichen bis E­nde 2014 abgeschlossen sein.

Im März 2013 waren über 303.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im BOS-Digitalfunknetz angemeldet. Insgesamt sollen künftig etwa 500.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im BOS-Digitalfunknetz gleichzeitig funken können.

Die Erfahrungen aus dem Netzbetrieb

Im Digitalfunk BOS kommen Endgeräte verschiedener Hersteller zum Einsatz. Um die Interoperabilität dieser Endgeräte sicherzustellen, dürfen gemäß BDBOS-Gesetz im Digitalfunk BOS nur von der BDBOS zertifizierte Geräte eingesetzt werden.

Auf der Testplattform der BDBOS wurden bereits 40 Endgerätetypen verschiedenster Hersteller einer Interoperabilitätsprüfung unterzogen, zertifiziert und für den Einsatz im BOS-Digitalfunknetz freigegeben. Dort, wo die Inbetriebnahme des Digitalfunk BOS beginnt, gilt es, das Netz zunächst im Rahmen des Erweiterten Probebetriebes umfassend zu testen und Erfahrungen für den operativ-taktischen Einsatz zu gewinnen.

Dabei können auch unerwünschte Effekte auftreten. Es ist gerade Sinn und Zweck des Erweiterten Probebetriebes, umfassende Erfahrungen zu sammeln, aus ihnen zu lernen und die technischen Einstellungen des BOS-Digitalfunknetzes sowie dessen Nutzung entsprechend zu optimieren.

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