Ambitioniertes Ziel von 40 Prozent übertroffen

Bundesagentur spart bei IT mehr ein als von Regierung gefordert

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Weitere Einsparpotenziale

Das dritte Handlungsfeld bezieht sich auf die IT-Arbeitsplätze. Neben einer deutlich verringerten Anzahl an Arbeitsplatz-Druckern waren die automatisierte Abschaltung der PCs außerhalb der Dialogzeiten durch das System „intelligent PowerON“ (iON) und der Einsatz energiesparender TFT-Bildschirme die Schlüssel zum Sparerfolg.

Das größte Einsparpotenzial bot das vierte Handlungsfeld. Die Konsolidierung der dezentralen Rechenzentren und die damit verbundene Abschaltung von bundesweit 930 Klimaanlagen und 200 USV-Systemen. Die Vorrausetzung hierfür war eine Konsolidierung und Zentralisierung der dezentralen Server.

Das fünfte Handlungsfeld betrifft die drei zentralen Rechenzentren der BA. Auch diese boten enormes Potenzial. Neben den bereits erwähnten Maßnahmen führten hier vor allem der Einsatz freier Kühlung, eine direkte Serverschrankkühlung sowie eine konsequente Warm-/Kaltgangtrennung zum Erfolg.

Energieverbrauch weiter senken

Die Zukunft hat man in Nürnberg schon im Blick: Weitere Einsparpotenziale wurden bereits identifiziert und die dazugehörigen Maßnahmen umgesetzt. Die Prognose bis Ende 2013 bestätigt das Vorgehen: Der IT-Gesamtenergieverbrauch wird bis dahin auf 104.300 MWh gesenkt, was einer Einsparung von rund 49,8 Prozent entspricht. Der IT-Energieverbrauch wurde dann innerhalb von fünf Jahren halbiert.

Raimund Becker, Vorstandsmitglied der BA: „Wir haben das Thema Green IT schon vor Jahren in unsere IT-Strategie aufgenommen. Die deutliche Übererfüllung des ambitionierten Bundeszieles zeigt, dass unsere konsequente strategische Vorgehensweise sich ausgezahlt hat. Nun gilt es, den erreichten Stand mindestens zu halten, denn: Die Anforderungen an die IT werden weiter wachsen.“

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