Quantensichere Verschlüsselung BSI empfiehlt Fokus auf Post-Quanten-Kryptografie

Von Chiara Maurer 1 min Lesedauer

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Die rasante Entwicklung von hochleistungsfähigen Computern stellt eine ernsthafte Bedrohung für bestehende Verschlüsselungsmechanismen dar, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). In einem technischen Positionspapier mit internationalen Partnerbehörden, unterstreicht das BSI deshalb die Dringlichkeit, sensible Daten schon jetzt quantensicher zu verschlüsseln.

Das BSI empfiehlt, Daten schon heute quantensicher zu verschlüsseln.(©  Chayanan – Getty Images via Canva.com)
Das BSI empfiehlt, Daten schon heute quantensicher zu verschlüsseln.
(© Chayanan – Getty Images via Canva.com)

„Auf die technologischen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit sind moderne, intelligente Antworten notwendig. Mit dem Tempo, in dem sich hochleistungsfähige Computer fortentwickeln, ist die Post-Quanten-Gefahr sehr real“, so BSI-Präsidentin Claudia Plattner. Gemeinsam mit Partnerbehörden aus Frankreich, den Niederlanden und Schweden hat das BSI nun deshalb ein technisches Positionspapier zur Quantum Key Distribution (QKD) veröffentlicht.

Zur quantensicheren Verschlüsselung werden zwei Ansätze diskutiert: die Post-Quanten-Kryptografie (PQK) und die Quantum Key Distribution (QKD). Das BSI und seine Partner sehen die QKD-Technologie kritisch, aufgrund von Limitierungen wie spezieller Hardware-Anforderungen und begrenzter Reichweite. Die hohen Kosten und die noch nicht ausreichende Reife der Technologie begrenzen ihren Einsatz auf wenige Nischen-Anwendungen.

Im Gegensatz dazu kann PQK auf herkömmliche Hardware implementiert werden und steht kurzfristig zur Verfügung. Erste Standards werden voraussichtlich 2024 veröffentlicht. Die beteiligten Behörden empfehlen daher einstimmig, den Fokus bei der Migration auf quantensichere Verschlüsselungsverfahren auf die Post-Quanten-Kryptografie zu legen.

Das BSI plädiert dafür, im Rahmen eines maßvollen Risikomanagements frühzeitig und kontinuierlich zu prüfen, ob und wann ein Umstieg auf Quantencomputer-resistente Verfahren erfolgen sollte. Die Handlungsempfehlungen des BSI bieten konkrete Maßnahmen, wie Unternehmen schon heute die Migration auf Post-Quanten-Kryptografie initiieren können.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner resümiert: „Wir müssen die vorhandene exzellente Technologiekompetenz Deutschlands gezielt nutzen, um die Cybersicherheit zu erhöhen. Ich freue mich, dass wir dabei mit unseren internationalen Partnern an einem Strang ziehen. Unser gemeinsamer Appell an Unternehmen und Institute: Heute schon Schritte für quantensichere Verschlüsselungen einleiten.“

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