Nachfolger von Christine Lambrecht Boris Pistorius wird neuer Verteidigungsminister

Von Natalie Ziebolz

Nachdem Christine Lambrecht von ihrem Posten als Verteidigungsministerin zurückgetreten ist, steht nun ihr Nachfolger fest. Das Amt wird künftig der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius übernehmen.

Boris Pistorius folgt als Verteidigungsminister auf Christine Lambrecht
Boris Pistorius folgt als Verteidigungsminister auf Christine Lambrecht
(Bild: MI)

Am Montag gab Verteidigungsministerin Christine Lambrecht bekannt, Bundeskanzler Olaf Scholz um ihre Entlassung gebeten zu haben. „Ich habe heute den Bundeskanzler um Entlassung aus dem Amt der Bundesministerin der Verteidigung gebeten“, so die SPD-Politikerin. „Die monatelange mediale Fokussierung auf meine Person lässt eine sachliche Berichterstattung und Diskussion über die Soldatinnen und Soldaten, die Bundeswehr und sicherheitspolitische Weichenstellungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands kaum zu.“

In den vergangenen Monaten waren ihr immer wieder fehlende Sachkenntnisse vorgeworfen worden und auch die Mitreise ihres Sohnes in einem Bundeswehrhubschraube sorgte für Negativschlagzeilen.

Ihren Posten übernimmt nun Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. Bereits am Donnerstag soll er vom Bundespräsidenten die Ernennungsurkunde erhalten und im Deutschen Bundestag seinen Amtseid leisten. „Pistorius ist ein äußerst erfahrener Politiker, der verwaltungserprobt ist, sich seit Jahren mit Sicherheitspolitik beschäftigt und mit seiner Kompetenz, seiner Durchsetzungsfähigkeit und seinem großen Herz genau die richtige Person ist, um die Bundeswehr durch diese Zeitenwende zu führen“, kommentiert Scholz die Personalie.

Auch Finanzminister Christian Lindner gratuliert dem SPD-Politiker zu seiner Ernennung. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Ministerien. „Vor allem mit der Umsetzung des Sondervermögens liegt eine große Aufgabe vor uns“, so Lindner.

Werdegang von Boris Pristorius

Boris Pistorius (SPD) absolvierte nach seinem Wehrdienst das Studium der Rechtswissenschaften in Osnabrück und Münster. 1987 folgte das Erste Juristische Staatsexamen, 1990 das Zweite. Anfang 1991 tratt Pristorius dann als Regierungsassessor in die niedersächsische Landesverwaltung ein und war von 1991 bis 1995 Persönlicher Referent des Niedersächsischen Innenministers Gerhard Glogowski – anschließend sogar ein Jahr lang stellv. Leiter dessen Ministerbüros. Von 1997 bis 2002 war er Dezernatsleiter bei der Bezirksregierung Weser-Ems und übernahm hier von 2002 bis 2006 die Leitung der Abteilung „Schulen und Sport“.
Nachdem er bereits von Januar 1999 bis Dezember 2002 zweiter Bürgermeister der Stadt Osnabrück war, wurde Pistorius am 24. September 2006 schließlich zum Oberbürgermeister gewählt. Ab 19. Februar 2013 war Pistorius Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport und stellv. Mitglied des Bundesrates.

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