Deutscher Gewerkschaftsbund Berufsschulen weisen Lücken bei Digitalisierung auf

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Durch Ausbildungsoffensiven wurde in den vergangenen Jahren versucht, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das Thema Digitalisierung spielt in vielen Berufsschulen jedoch nur eine untergeordnete Rolle – dies legt der aktuelle Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) nahe.

Immer mehr Berufsfelder werden künftig von der Digitalisierung profitieren können. Um bereits von Beginn des Berufslebens an auf die bevorstehenden Herausforderungen ideal vorbereitet zu sein, muss die digitale Bildung flächendeckend Einzug in die Berufschulen erhalten.(©  jayzynism - stock.adobe.com)
Immer mehr Berufsfelder werden künftig von der Digitalisierung profitieren können. Um bereits von Beginn des Berufslebens an auf die bevorstehenden Herausforderungen ideal vorbereitet zu sein, muss die digitale Bildung flächendeckend Einzug in die Berufschulen erhalten.
(© jayzynism - stock.adobe.com)

Drei Viertel der vom DGB Bayern befragten Azubis sind mit ihrer Ausbildung zufrieden. Bei der Digitalisierung sehen viele aber noch Luft nach oben. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Ausbildungsreport der DGB-Jugend fühlt sich die Hälfte der Azubis im Betrieb gut oder sehr gut auf die Digitalisierung im Beruf vorbereitet. Nur acht Prozent halten die digitale Ausbildung im Betrieb für mangelhaft. Schlechter schaut es in der Berufsschule aus: 35 Prozent geben ihr bei der Vorbereitung auf digitale Technik und Medien gute oder sehr gute Noten, 18 Prozent halten sie für mangelhaft.

Bezirksjugendsekretärin Anna Gmeiner sagte, die Unterschiede zwischen einzelnen Schulen seien enorm. Eine gute digitale Ausstattung dürfe aber weder am Geld noch am mangelnden Wissen oder Interesse der Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer scheitern.

Für den Ausbildungsreport hatte der DGB zwischen September 2022 und Frühjahr 2023 knapp 1400 Lehrlinge befragt. Ein Ergebnis: „73 Prozent der Befragten sind mit ihrer Ausbildung zufrieden.“ Die besten Noten vergaben angehende Elektroniker, Mechatroniker, Industriemechaniker, Industriekaufleute, Betonbauer und Gärtner.

In Bayern standen heuer für 59 000 Bewerber über 100 000 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Unbesetzt blieben vor allem Lehrstellen für Köche, Einzelhandelskaufleute, Verkäufer oder Lageristen, sagte der DGB-Landesvorsitzende Bernhard Stiedl. „Schlechte Ausbildungsbedingungen, viele Überstunden, wenig Wertschätzung. Da muss sich niemand wundern, dass diese Ausbildungsberufe nicht begehrt sind“, sagte der Gewerkschafter. Jeder junge Mensch habe das Recht auf Ausbildung und einen sicheren und guten Arbeitsplatz.

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