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Endgeräte mit VPN sind noch rar
VPN ist sinnvoll für die Lösung der meisten Sicherheitsprobleme. Da eine große Anzahl der gängigen IP-PBX die Sicherheitsfeatures TLS und SRTP noch nicht unterstützt, können die Sprachpakete via VPN zur IP-PBX geleitet werden. In vielen Unternehmensbereichen gibt es heute VPN vor allem für die externen Nutzer, sodass Equipment und Know-how für diese Technologie schon vorhanden sind. Der positive Nebeneffekt für VoIP: Externe Büros lassen sich leicht an die Telefonanlage anbinden, ohne dass es lästige NAT-Probleme mit den dort installierten Routern gäbe. Während die Verschlüsselung durch VPN im Server kein großes Problem darstellt, sind Endgeräte mit VPN heute aber noch rar.
Will man bei VoIP den kompletten Datenschutz, funktioniert dieser nicht ohne TLS und SRTP. TLS, landläufig auch als „https“ bekannt, garantiert die Privatsphäre signalisierter Daten. Zudem verhindert es Man-in-the-middle-Attacken, in denen jemand vortäuscht, der Server zu sein. SRTP verschlüsselt die Sprachdatenpakete. Bei künftigen Projekten sollten Kunden unbedingt darauf achten, dass Hard- und Software für TLS und SRTP zumindest geeignet sind und nicht durch einfache Maßnahmen zum Absturz gebracht werden können.
Proprietäre Sicherheitslösungen und Verschlüsselungstechniken sind für den Nutzer nicht nachvollziehbar. Daher ist bei dem Vergleich von Unternehmenslösungen darauf zu achten, dass offene und allgemeine Standards bei der Umsetzung von Sicherheitslösungen verwendet werden. Diese Lösungen basieren in der Regel auf den Protokollvereinbarungen SIPS und SRTP – offene Protokolle, die dank der Richtlinien der zentralen Standardisierungsorganisation für Internetprotokolle IETF nachvollzieh- und kontrollierbare Sicherheitsfeatures sind.
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