gesponsertProzessdigitalisierung in Behörden Alles nur noch Low-Code?

2 min Lesedauer

Low-Code und No-Code als Bestandteil von Digitalisierungsplattformen können ein lohnender Ansatz für die Verwaltung sein. Die grundlegende Idee von Low-Code ist es, Software mit Technikern und Fachexperten interaktiv und visuell zu entwickeln und die Code-Erzeugung zu automatisieren. Für eine erfolgreiche Umsetzung gibt es dennoch einiges zu beachten.

Johannes Rosenboom ist SVP Sales, Marketing und BDM im Ressort Public Sector bei Materna.(©  Materna)
Johannes Rosenboom ist SVP Sales, Marketing und BDM im Ressort Public Sector bei Materna.
(© Materna)

Der Begriff Low-Code soll hervorheben, dass mithilfe grafischer ­Ansätze weniger Code händisch entwickelt werden muss. Für die Software-Entwickler gestaltet sich die Arbeit dann in etwa so: Sie ­können per Drag&Drop grafische Bausteine zusammenfügen und ­daraus Code generieren lassen, ­anstatt diesen selbst von Hand zu schreiben. Zugleich führt die bessere­ Veranschaulichung der Software dazu, dass auch weniger programmieraffine Menschen an der Software-Entwicklung parti­zipieren. Zu implementierende Fachprozesse beispielsweise sind besser zu verstehen und zu überblicken, wenn sie grafisch notiert werden. Somit können sich Software-Entwickler und Fachexperten anhand der grafischen Visualisierungen besser über das zu ­lösende Problem verständigen. Diese bessere Abstimmung senkt nachweislich die Entwicklungs­kosten, verbessert den Ablauf von Entwicklungsprojekten und trägt zur fachlichen Verwendbarkeit der Software-Lösung erheblich bei.

Agile Vorgehensmodelle anwenden

Ein wichtiger Aspekt für den erfolgreichen Einsatz von Low-Code-Ansätzen ist das richtige Vorgehensmodell. Das gilt sowohl für professionell aufgestellte Low-Code-Developer-Teams als auch für von Citizen Development begleitete Entwicklungen. Die grafische Darstellung solcher Aspekte und die daraus automatisierte ­Ableitung von Code und funktionierenden Software-Systemen fördert und erfordert agile Vorgehensmodelle weit mehr als in der sonstigen Software-Entwicklung. Auch wenn in das V-Modell schon seit längerer Zeit agile Vorgehensweisen integriert werden, ist das phasenagile Vorgehensmodell noch wenig verbreitet. Die Vorzüge von Low-Code entfalten sich jedoch erst richtig, wenn Agilität gelebt wird. Agilität erfordert Mitmachen, Mitmachen erfordert Veränderung, und Veränderung erfordert eine Change-Kommunikation. Daher ist es wichtig, die Einführung von Low-Code mit einem übergreifenden Change-Management zu begleiten.

Generell ist Low-Code keine Methode und auch kein Paradigma. Low-Code ist ein Ansatz zur Entwicklung von Software. Low-Code beschreibt Entwicklungs- und Betriebsumgebungen, die den IT-­Lebenszyklus im Idealfall ganzheitlich bewirtschaften. Sie verwenden grafische Modelle und konfigurative Ansätze, um einige Aspekte der manuellen Codierung zu vermeiden und zu beschleunigen.

Integrationsplattformen wie zum Beispiel ServiceNow oder Pega machen sich die Eigenschaft einer hochgradigen Agilität zu Nutze. Sie integrieren Low-Code als zentrales Feature, um beispielsweise Fachprozesse grafisch zu entwickeln, Schnittstellen per Tabellen zu konfigurieren oder Nutzungsoberflächen durch Drag&Drop von Interaktionsbausteinen zu ent­werfen. Änderungen an Fachprozessen werden auf Knopfdruck bis in die grafische Benutzungsoberfläche (GUI) durchpropagiert und können unmittelbar verwendet werden.

Entsprechend forcieren Low-Code und No-Code-Ansätze (LCNC) die weitere Ende-zu-Ende-Prozess­digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.

Erst jüngst hat Materna gemeinsam mit dem auf ServiceNow spezialisierten Tochterunternehmen agineo einen Zuschlag innerhalb der interföderalen Low-Code-Vergabe der PD erhalten. Damit steht Behörden aus allen Gebietskörperschaften ein entsprechender Rahmenvertrag zur plattformbasierten Low-Code-Umsetzung mit ­ServiceNow zur Verfügung. Materna und agineo unterstützen die ­Inbetriebnahme und Umsetzung der fachlichen Anforderung.

Der Autor: Johannes Rosenboom ist SVP Sales, Marketing und BDM im Ressort Public Sector bei Materna.

(ID:50027819)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung