Definition Was versteht man unter Low-Code-Plattformen?

Von Nicole 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die manuelle Programmierung ist flexibel, aber enorm aufwendig und fehleranfällig. Eine Vereinfachung stellen Low-Code-Plattformen dar. Sie ermöglichen es Entwicklern, mit stark reduzierter manueller Codierung zu programmieren.

 Low-Code erfordert geringen Programmieraufwand.(Bild:  aga7ta – stock.adobe.com)
Low-Code erfordert geringen Programmieraufwand.
(Bild: aga7ta – stock.adobe.com)

Low-Code-Plattformen arbeiten mit grafischen Tools, visuellen Entwicklungswerkzeugen und vorgefertigten Bausteinen. Diese lassen sich per Drag-and-Drop zu dem gewünschten Programm zusammenfügen, auf dieselbe Weise erfolgen Änderungen. Die visuell gesteuerte Bedienung gestaltet sich intuitiv, die Programmierung wird zugleich beschleunigt. Somit können Low-Code-Plattformen zur Effizienzsteigerung beitragen.

Für wen sind Low-Code-Plattformen geeignet?

Von Low-Code abzugrenzen sind No-Code und High- oder Pro-Code. No-Code verwendet gar keinen manuellen Code und bezeichnet die einfachste Variante - es sind keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich. Im Umkehrschluss besteht hierbei die geringste Flexibilität, da ausschließlich mit verfügbaren Bausteinen gearbeitet werden kann. High-Code stellt mit der manuellen Programmierung die höchsten Ansprüche an Entwickler. Die professionelle Option bietet auch den größten Spielraum. Dazwischen siedelt sich Low-Code mit geringem Codierungsaufwand an. Die konkreten Möglichkeiten richten sich nach der Ausstattung der Plattform. Zumindest Basis-Programmierkenntnisse der Anwender sind für die Nutzung vorteilhaft, aber nicht zwangsläufig notwendig.

Zeit- und Kosteneinsparung

Da der Aufwand mit Low-Code-Tools im Vergleich zur manuellen Programmierung wesentlich geringer ausfällt, kann die Nutzung zu einer Zeitersparnis führen. Das Outsourcen an externe Entwickler oder die Einstellung professioneller Programmierer entfällt. Von der damit verbundenen Kostenreduzierung profitiert das Budget. Unternehmensintern führt die Nutzung zu einer gesteigerten Effizienz; Prozesse können optimiert werden.

Verbesserte Workflows, beschleunigte Projektabwicklung

In Unternehmen können mehrere Mitarbeiter die Low-Code-Plattform bedienen. Kleinere Software- oder Prozessanpassungen sind mittels der Nutzung eingebetteter Funktionen oft ohne die Konsultierung eines Entwicklers möglich. Die Konfiguration von Einstellungen gestaltet sich ebenfalls unkompliziert. Entwickler von Software und Apps schließen Projekte schneller ab, wodurch diese für das Unternehmen oder auf dem Markt innerhalb kürzerer Zeit verfügbar sind.

Eine geeignete Low-Code-Plattfom auswählen

Zur Ermittlung einer geeigneten Low-Code-Plattform sind zunächst die spezifischen Anforderungen zu definieren. Neben dem Budget zählen zu den Auswahlkriterien in erster Linie die erforderlichen Funktionen, die Erweiterbarkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität im Einsatz sowie eine auf das Know-how der Anwender abgestimmte Benutzerfreundlichkeit. Gegebenenfalls ist die Möglichkeit der Integration von Drittanbietersystemen und -diensten zu prüfen. Bei Bedarf sollten daneben der Support und spezielle Sicherheitsanforderungen in die Entscheidung einfließen.

(ID:49826885)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung