Definition Was versteht man unter Domain Keys Identified Mail (DKIM)?

Von Laimingas 2 min Lesedauer

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Domain Keys Identified Mail, abgekürzt DKIM, ist ein Verfahren, das die Authentizität von E-Mails und deren Absendern überprüft. Mit dem Protokoll sollen Spam- und Phishing-Mails leichter identifiziert und eingedämmt werden.

Domain Keys Identified Mail: Identifikationsprotokoll gegen gefälschte E-Mail-Adressen.(Bild:  scyther5, Getty Images via Canva.com)
Domain Keys Identified Mail: Identifikationsprotokoll gegen gefälschte E-Mail-Adressen.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)

Domain Keys Identified Mail wurde von Yahoo entwickelt und im Jahr 2007 von der Internet Engineering Task Force (IETF) zunächst unter dem Namen DomainKeys veröffentlicht. Eine erste Aktualisierung erfolgte 2009. Seit 2011 hat DKIM den Status eines von der IETF verliehenen Internetstandards. Heute nutzen alle großen E-Mail-Anbieter DKIM, neben Yahoo beispielsweise auch Google Gmail oder Microsoft 365.

Funktionsweise der Domain Keys Identified Mail

Als technische Grundlage von DKIM dient eine asymmetrische Verschlüsselung, bei der ein Schlüsselpaar zur Anwendung kommt. Dieses Paar besteht aus einem öffentlichen Schlüssel, der im Domain Name System (DNS) der Absender-Domain hinterlegt ist, sowie einem privaten Schlüssel, der beim Versender der Mail sicher aufbewahrt wird.

Jede E-Mail wird mit einer fälschungssicheren digitalen Signatur im Header verschickt. Diese Signatur kann an Hand eines öffentlichen Schlüssels verifiziert werden, mit dem die sendende Domain über das DNS ausgestattet wird. Falls die Verifizierung fehlschlägt, kann die Mail-Software oder der Mail Transfer Agent (MTA) die Annahme bestimmter E-Mails verweigern.

Für Endnutzer bleibt das Verfahren normalerweise unsichtbar, da die Überprüfung der jeweiligen Signatur bereits auf der Serverebene des Mail-Dienstleisters stattfindet.

So läuft eine DKIM-Überprüfung ab

Die Überprüfung von E-Mails mittels DKIM läuft vereinfacht dargestellt in vier Schritten ab:

  • 1. E-Mail-Versand: Die Mail wird vom Server des Absenders mit dem privaten Schlüssel versehen und ein entsprechender Header hinzugefügt.
  • 2. E-Mail-Empfang: Der Server des Empfängers extrahiert den Header und sucht nach dem öffentlichen Schlüssel im Domain Name System des Absenders.
  • 3. Überprüfung: Die DKIM-Signatur wird mit dem öffentlichen Schlüssel geprüft, die Mail bei Erfolg als unverändert und authentisch eingestuft.
  • 4. Ergebnis: Das Vertrauen in eine E-Mail wird durch eine erfolgreiche Überprüfung erhöht. Schlägt die Prüfung fehl, kann die Mail abgewiesen oder zumindest als verdächtig markiert werden.

Vor- und Nachteile von DKIM

Der wichtigste Vorteil von Domain Keys Identified Mail ist die zweifelsfreie Feststellung der Authentizität von signierender Domain und des unveränderten Inhalts der Mail. Dadurch können Spam- und Phishing-Kampagnen effizienter abgewehrt werden. DKIM selbst erkennt allerdings keinen Spam. Sollten für den Versand von Spam- und Phishing-Mails authentische Adressen verwendet werden, müssen zur Erkennung weitere Maßnahmen getroffen werden.

Nachteilig wirkt sich aus, dass für die Generierung und Prüfung der Signaturen zusätzliche Rechenpower des sendenden und des empfangenden Servers benötigt wird. Das kann bei einem starken E-Mail-Verkehr durchaus eine Herausforderung für die Anbieter darstellen. Die MTAs müssen mit entsprechender Software ausgestattet und die öffentlichen und privaten Schlüssel generiert und bereitgestellt werden.

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