Definition Was ist Infrastructure as a Service (IaaS)?

Von zeroshope 2 min Lesedauer

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Unter Infrastructure as a Service (IaaS) ist ein Konzept zu verstehen, bei dem die Hardware von einem Cloud-Service-Provider gemietet wird. Sie befindet sich also nicht physisch beim Nutzer. Dies hat viele Vorteile, jedoch auch Schattenseiten.

Infrastructure as a Service (IaaS): Hardware aus der Cloud.(Bild:  aga7ta – stock.adobe.com)
Infrastructure as a Service (IaaS): Hardware aus der Cloud.
(Bild: aga7ta – stock.adobe.com)

Der Begriff Infrastructure as a Service (IaaS) beschreibt eine spezielle Form der Hardware-Miete. Server, Speicher, Netzwerk-Umgebung, sonstige Rechenleistung sowie die weitere IT-Infrastruktur befinden sich nicht physisch beim Nutzer. Stattdessen stellt ein Cloud-Service-Provider sie über das Internet zur Verfügung. Das Geschäftsmodell funktioniert nach dem Prinzip „Pay as you go“ bzw. „Zahle, wie Du es nutzt“. Dies bedeutet, die Angebote sind kündbar, ohne, dass irgendeine Übernahme- oder Kaufverpflichtung für die IT entsteht. Außerdem können die benötigten Ressourcen an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Unterschiede zu PaaS und SaaS

Die Infrastruktur als Service beschränkt sich wirklich nur auf die Hardware. Software ist nicht enthalten. Diese Kombination wird als Plattform as a Service (PaaS) bezeichnet. Bei PaaS können allerdings spezielle Anwendungen zur Nutzung vorgeschrieben sein. Software as a Service (SaaS) beinhaltet hingegen keine Infrastruktur. Es werden wirklich nur die digitalen Anwendungen zur Verfügung gestellt.

Diese besonderen Vorteile bietet IaaS

  • Keine Bereitstellungskosten für die IT-Infrastruktur,
  • flexible, skalierbare Anpassungsmöglichkeiten an einen wechselnden Bedarf,
  • Wartung, Reparaturen und Modernisierungen sind Anbieterpflichten,
  • freie Auswahl der genutzten Anwendungen,
  • hybride Anwendungen möglich.

Diese Nachteile sind bei IaaS zu berücksichtigen

  • Gewisse Hardware ist vor Ort unverzichtbar (Bildschirme, Peripheriegeräte wie Tastaturen, Netzwerkstruktur für die Verbindung mit dem Anbieter);
  • potenzielle Compliance-Probleme (Unternehmen dürfen beispielsweise nicht alle Informationen auf fremden Speichern sichern);
  • schwieriger Wechsel von einem IaaS-Anbieter zu einem anderen, da zahlreiche Daten zu übertragen sind;
  • monatliche Kosten;
  • Expertise notwendig, welche Infrastruktur wirklich benötigt wird.

Fazit: Infrastructure-as-a-Service (IaaS) ist nicht immer die richtige Entscheidung

Die Erläuterungen und Auflistungen der Vor- sowie Nachteile zeigen, dass IaaS nicht für jedes Unternehmen notgedrungen die richtige Lösung ist. Wer keine anspruchsvollen Hardware-Aufgaben zu meistern hat, trifft mit einer eigenen Infrastruktur oder wenigstens einem Hybrid-Modell oft die bessere Entscheidung. Gerade für Selbständige und kleine Unternehmen kann dies gelten. Wer hohe Ansprüche hat, benötigt vielfach auch spezialisierte Anwendungen. In solchen Szenarien kann es sinnvoller sein, gleich auf ein PaaS-Angebot zu setzen. Eine genaue Planung ist daher unverzichtbar, ob IaaS tatsächlich der richtige Weg ist.

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