Definition Was ist Glasfaser?

Von Numi 2 min Lesedauer

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Glasfaser für die Datenübertragung ist eine Art von Lichtwellenleiter (LWL). Die dünnen Fasern aus Quarzglas übermitteln die Daten in Form von Lichtsignalen. Mit dieser Technologie lassen sich große Datenmengen sehr schnell übertragen.

Eine Glasfaser ist eine aus Glas bestehende lange dünne Faser, die aus einer Glasschmelze gezogen wurde.(Bild:  scyther5, Getty Images via Canva.com)
Eine Glasfaser ist eine aus Glas bestehende lange dünne Faser, die aus einer Glasschmelze gezogen wurde.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)

Neben der hohen Übertragungsgeschwindigkeit zählt die hohe Übertragungsqualität zu den Vorteilen der Glasfaser. In Haushalten können mehrere Geräte gleichzeitig genutzt werden, ohne dass es zu Qualitätseinbußen kommt. Die Verbindungen sind sehr stabil, die Leistung zwischen Sender und Empfänger bleibt konstant. Glasfaserkabel sind gegenüber Witterungsverhältnissen und Magnetfeldern vergleichsweise unempfindlich.

Glasfaseranschlüsse: Standards und Arten

Bei Glasfasernetzen unterscheidet man zwischen einem AON (aktives optisches Netzwerk) und einem PON (passives optisches Netzwerk). In einem AON erhält jeder Teilnehmer eine eigene Glasfaserverbindung. Bei passiven Netzwerken gibt es weder Signalregeneration noch Verstärkung. Sie werden meist für Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen verwendet. Ein GPON ist eine PON-Variante mit Datenraten im Gbit-Bereich.

Glasfaseranschlüsse werden in verschiedenen Varianten angeboten. Nur der FTTH-Anschluss ist ein reiner Glasfaseranschluss. Das Kürzel bedeutet „Fiber to the Home“. Hier verlegt der Provider Glasfaser bis in die Räumlichkeiten eines Gebäudes. Bei FTTB (Fiber to the Building) reicht die Glasfaser bis in einen Hausanschlussraum, bei FTTC (Fiber to the Curb) bis zum nächsten Verteilerkasten auf der Straße. Die Datenübertragung bis zum Endgerät kann über andere Arten von Kabel oder kabellos erfolgen.

Aufbau eines Glasfaserkabels

Glasfaserkabel bestehen aus mehreren Schichten. Diese dienen dazu, den dünnen,, empfindlichen Lichtwellenleiter in der Mitte vor Beschädigungen zu bewahren. Die äußerste Kunststoffschicht schützt vor äußeren Einflüssen, die folgende Schicht aus synthetischen Aramidfasern vor Zugbelastungen. Darunter liegen Pufferschichten, die den Kern umhüllen.

Es gibt Singlemode- und Multimode-Glasfaserkabel. Die Singlemode-Kabel sind mit einem einzelnen Glasfaserstrang ausgestattet. Sie haben eine hohe Übertragungsrate und Reichweite. Aufgrund der einzelnen Lichtwelle und des kleinen Kerns sind Verzerrungen durch überlappende Lichtimpulse fast ausgeschlossen. Im Gegensatz dazu können sich in einem Multimode-Kabel zahlreiche Moden gleichzeitig ausbreiten. Diese Kabel weisen einen größeren Kerndurchmesser auf und können über kurze Distanzen mehr Daten übertragen.

Glasfaser bearbeiten

Die richtige Bearbeitung der Glasfaser ist die Grundvoraussetzung für eine optimale Datenübertragung. Eine Reinigung mit Spezialfluids gehört dazu. Kleine Verunreinigungen wie Staub oder ein Fingerabdruck können bereits das Datenübertragungspotenzial mindern. Bei er Glasfasermontage müssen Kabel gekürzt oder durch Spleißen verlängert werden. Hierfür sind Spezialwerkzeuge erforderlich, um Beschädigungen der empfindlichen Glasfaser zu vermeiden. Für jede Schicht des Kabels gibt es passendes Werkzeug zum Absetzen. Das Schneiden der Glasfaser erfolgt mit einem speziellen Schneidewerkzeug für dieses Material.

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