Definition Was ist Domain-based Message Authentication (DMARC)?

Von Numi 2 min Lesedauer

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Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance – kurz: DMARC – ist eine E-Mail-Authentifizierungsmethode. Sie überprüft Echtheit sowie Integrität von E-Mails und legt fest, was mit als unsicher eingestuften Mails passiert.

DMARC ist eine E-Mail-Authentifizierungsmethode.(Bild:  scyther5, Getty Images via Canva.com)
DMARC ist eine E-Mail-Authentifizierungsmethode.
(Bild: scyther5, Getty Images via Canva.com)

E-Mail-Authentifizierung per DMARC hat sich zum Schutz vor Spam, Phishing Angriffen, Domain Spoofing oder Betrug durch Business E-Mail Compromise (BEC) bewährt. Für Domäneninhaber bietet der DMARC-Eintrag Schutz vor Unbefugten, die versuchen, E-Mails von seiner Domain aus versenden. Die DMARC-Berichterstattung erlaubt, festzustellen, an welche Stellen E-Mails aus der Domain gesendet werden, und wie Empfänger darauf antworten. Als alleinige Schutzmaßnahme eignet sich DMARC indes nicht. Leistungsfähige Firewall-Lösungen und Antivirenprogramme sind für die Sicherheit weiterhin erforderlich.

Das Zusammenspiel von DMARC, SPF und DKIM

Die Kombination von SPF (Sender Policy Framework), DKIM (DomainKeys Identified Mail) und DMARC erhöht die Sicherheit des E-Mail-Systems. Jede der drei Authentifizierungsmethoden hat eine eigenständige Funktion. SPF überprüft die IP-Adresse des Senders und ob er berechtigt ist, von der angegebenen Domain aus zu senden. DKIM erstellt für die E-Mail eine digitale Signatur. Sie ermöglicht die Verifizierung, dass die Mail von der angegebenen Domain kommt und nicht modifiziert wurde. Die DMARC-Richtlinien sind für die Behandlung geprüfter E-Mails zuständig.

Was passiert bei der DMARC-Überprüfung?

Die DMARC-Richtlinienabfrage erfolgt im Anschluss an die Überprüfung der SPF-Berechtigung und der DKIM-Signatur. Dabei entscheidet die Richtlinie darüber, was mit E-Mails geschieht, die entweder die SPF-, die DKIM-Kontrolle oder beides nicht passieren. Optionen sind Abweisung der E-Mail, Quarantäne oder Annahme der E-Mail.

Das DMARC-Reporting ist ein Feedback-Mechanismus, der dem Inhaber einer Domain wichtige Informationen liefert. Die Berichte werden als XML-Datei erstellt. Es gibt zwei Arten. Der Fehlerbericht (RUF) wird für jede Mail erstellt, bei der die Prüfung fehlschlägt. Der aggregierte Bericht (RUA) stellt eine Zusammenfassung der E-Mail-Prüfungen eines Tages dar.

DMARC implementieren: Was ist zu tun?

Für die Implementierung von DMARC sind eine Registrierungsstelle für Domänennamen, ein DNS-Anbieter sowie ein Mailserver erforderlich, der sowohl SPF als auch DKIM unterstützt. Es ist zwar möglich, DMARC nur mit SPF oder nur mit DKIM zu implementieren. Doch für optimierte Sicherheit empfiehlt sich beides. Die Implementierung erfolgt in vier Schritten:

  • 1. DNS-Eintrag mit Verweis auf SPF-Eintrag des E-Mail-Servers erstellen.
  • 2. DNS-Eintrag mit Verweis auf DKIM-Schlüsseldatensatz des E-Mail-Servers erstellen.
  • 3. SPF und DKIM auf dem E-Mail-Server einrichten.
  • 4. DMARC-Richtlinieneintrag im DNS einrichten und Richtlinienmodus angeben.

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