Definitionen Was ist bzw. was tut das Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Von Manfred Klein

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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde im Mai 2004 gegründet hat den gesetzlichen Auftrag, die Bevölkerung im Verteidigungsfall zu schützen. Inzwischen wurden die Aufgaben jedoch erheblich erweitert.

BBK – Datenanalyse für den Fall des Falles(©  aga7ta – stock.adobe.com)
BBK – Datenanalyse für den Fall des Falles
(© aga7ta – stock.adobe.com)

Beim BBK handelt es sich um eine Bundesoberbehörde, die im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) liegt und Aufgaben im Bevölkerungsschutz und in der Katastrophenhilfe wahrnimmt.

Die Behörde ist für den zivilen Bevölkerungsschutz neben Polizei, Bundeswehr und Diensten als vierte Säule im nationalen Sicherheitssystem.

Zu seinen Aufgaben erklärt das BBK auf seiner Internetseite: „Bis Anfang der 2000er galt: Der Bund ist für den Zivilschutz im Verteidigungsfall verantwortlich, die Länder sorgen sich um den Katastrophenschutz in Zeiten des Friedens.“

Doch diese Aufteilung sei bereits nach den Ereignissen des 11. Septembers 2001 in Frage gestellt worden. Endgültig gekippt worden sei diese Zweiteilung schließlich durch die Erfahrung der Elbflut im August 2002.

Bund und Länder haben sich daraufhin im Jahr 2002 auf die „Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland" verständigt.

Diese Strategie betont die gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern für außergewöhnliche Schadenslagen von nationaler Bedeutung – und ist Grundlage der Errichtung des BBK am 1. Mai 2004.

Ziel der Strategie ist es, ein gemeinsames Krisenmanagement zu etablieren und die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Staatsebenen zu realisieren. Besonders wichtig sind dabei:

  • eine bessere Verzahnung der vorhandenen Hilfspotenziale von Bund, Ländern, Kommunen und Hilfsorganisationen
  • neue Koordinierungsinstrumente für ein besseres Zusammenwirken im Krisenfall

Am 9. April 2009 ist schließlich das Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz (ZSKG) zur Änderung des Zivilschutzgesetzes in Kraft getreten. Der Bevölkerungsschutz habe damit in Deutschland eine neue rechtliche Basis erhalten.

Gleichzeitig ist das BKK eine der großen IT-Anwender des Bundes. Die Behörde unterhält in Bonn und in Ahrweiler ein „Gemeinsames Melde- und Lagezentrum“. Im Katastrophenfall werden dort nicht nur die Hilfsmaßnahmen koordiniert, sondern auch ein Lagebild erstellt, zu dem Daten aus unterschiedlichsten Quellen analysiert und zusammengeführt werden.

So unterstützt zum Beispiel DaVis seit dem Beginn der Corona-Pandemie Arbeit des Bundesinnenministeriums und des gemeinsamen Krisenstabes mit dem Bundesgesundheitsministerium mit zahlreichen Produkten.

Aus anonymisierten Fallzahlen wurden beispielsweise passgenaue Darstellungen zum Pandemiegeschehen erstellt. Die visualisierten Daten wurden anschließend auf Datendashboards und in den Lageberichten des Krisenstabes verwendet.

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