Persönliche Daten, Nutzereinstellungen und Software migrieren
Bei einer Migration wird in der Regel ein komplett neues System aufgesetzt – das heißt, alle lokal gespeicherten Daten, persönlichen Einstellungen und Programme eines Nutzers sind zunächst einmal weg. Damit Mitarbeiter im Unternehmen nach der Migration sofort wieder produktiv sein können, sollten sie ihren Rechner im gewohnten Zustand vorfinden.
Dafür müssen Administratoren Daten und Nutzereinstellungen aus dem alten System zentral speichern und ins neue System einspielen. Sie müssen verzeichnen, wer welche Software benötigt, und diese wieder installieren. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich dann auch an, gleich einmal Frühjahrsputz zu betreiben. So können IT-Verantwortliche zum Beispiel unerwünschte Schatten-IT durch genehmigte Applikationen ersetzen oder Anwendungen ausmustern, die schon lange Zeit nicht mehr benutzt wurden und unnötig Kosten verursachen. Das Ergebnis ist ein verwalteter Standardclient, der sicherer ist und die Betriebskosten senkt.
Es lohnt sich für Unternehmen, Mitarbeitern den Umstieg auf das neue System so komfortabel wie möglich zu gestalten und ihre persönlichen Einstellungen ebenfalls zu migrieren. Umfragen haben gezeigt, dass ein Anwender sonst in den ersten Wochen bis zu zwölf Stunden damit verbringt, seine Arbeitsumgebung zu konfigurieren – angefangen vom Hintergrundbild bis zur Outlook-Signatur.
Die eigentliche Bedienung von Windows 10 stellt für die meisten Mitarbeiter heute kein Problem mehr dar, da sie im Privatleben ohnehin schon an das neue Betriebssystem gewöhnt sind. Trotzdem kann es sinnvoll sein, eine Schulung durchzuführen – im Idealfall so, dass die Migration des Arbeitsplatzes zeitgleich stattfindet und der Mitarbeiter anschließend direkt mit Windows 10 arbeiten kann.
Aktualisierung als größte Herausforderung
Nach der Migration ist vor der Migration. Denn Microsoft bringt etwa alle sechs Monate einen neuen Build von Windows 10 heraus. Dabei handelt es sich nicht wie bei früheren Windows-Versionen um ein Update, sondern um ein Inplace-Upgrade, das tief ins Betriebssystem eingreift.
Dieses Upgrade ist mittlerweile jedoch so weit optimiert, dass es quasi im Hintergrund läuft. Unternehmen müssen dennoch bei jeder neuen Version Einstellungen überprüfen und wichtige Anwendungen ausführlich testen. Denn es kann passieren, dass bestimmte Treiber und systemnahe Programme, wie zum Beispiel Virenscanner, auf dem neuen Build nicht mehr funktionieren oder angepasste Windows-Einstellungen zurückgesetzt werden. Microsoft bietet für die aktuelle und die beiden vergangenen Versionen Support, Unternehmen müssen also spätestens alle 18 Monate auf eine neue Windows 10 Version wechseln.
Das stellt IT-Abteilungen vor die Herausforderung, dass sie in deutlich kürzeren Zyklen arbeiten müssen. Künftig beginnt schon parallel zum aktuellen Rollout die Testphase für den nächsten Build. Um dies bewältigen zu können, ist es wichtig, möglichst viele Prozesse zu automatisieren.
So hilft eine spezialisierte Software bei der Migration
Microsoft bietet eine Vielzahl an Bordmitteln an, um die Migration auf Windows 10 durchzuführen. Es kann aber sein, dass diese nicht ausreichend sind. Nutzereinstellungen zu migrieren ist zum Beispiel eine Fleißarbeit.
Um Zeit und Aufwand zu sparen, empfiehlt es sich, eine spezialisierte Software wie die Migrations-Lösung von Ivanti einzusetzen. Mit ihrer Hilfe lassen sich viele Schritte automatisieren und komfortabel konfigurieren. In der Praxis hat sich gezeigt, dass sich der zeitliche Aufwand für die Migration damit um rund 60 Prozent reduziert.
Eine solche Software ermöglicht es Administratoren, Logon-Skripte und Gruppenrichtlinien durch eine dynamische und übersichtliche Lösung zu ersetzen, die es erlaubt, Anpassungen schnell und einfach vorzunehmen. Zudem erfasst sie die persönlichen Einstellungen, Daten und Applikationen, die auf einem PC vorhanden sind, speichert sie auf einem zentralen Server und spielt sie anschließend wieder in die Windows-10-Umgebung ein.
Bei der Softwareverteilung können IT-Verantwortliche individuelle Programme automatisch durch Standard-Programme ersetzen lassen, zum Beispiel eine Vielzahl an PDF-Readern durch den Adobe Acrobat Reader vereinheitlichen. Grundsätzlich lohnt es sich, vor der Migration einen erfahrenen Berater zu konsultieren. Er kann geeignete Software und Best Practices empfehlen und weiß, welche Einstellungen man in Windows 10 unbedingt vornehmen sollte.
Stand: 08.12.2025
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Johannes Carl.
(Bild: Robert Pupeter / Ivanti)
Fazit: Migration als Chance zur Optimierung
Viele Unternehmen betrachten die Migration auf Windows 10 als ein aufwendiges Unterfangen. Sie bietet jedoch auch die Chance, wieder einmal klar Schiff zu machen und die IT-Landschaft zu optimieren.
So können Administratoren bei dieser Gelegenheit Logon-Skripte und Gruppenrichtlinien überarbeiten sowie ungenutzte Software und Schatten-IT aussortieren. Außerdem bietet es sich an, bei einer Migration einmal zu überlegen, ob und wo man vielleicht auf virtuelle Desktop-Infrastrukturen umsteigen kann. Damit lässt sich der Administrationsaufwand künftig erheblich reduzieren.
André Christiansen.
(Bild: Axians)
Es empfiehlt sich, die Migration auch zum Anlass zu nehmen, Update- und Patch-Prozesse zu optimieren und zu automatisieren. Die Migration auf Windows 10 bietet zudem die Chance, das IT Sicherheitskonzept zu überdenken: angefangen beim Entfernen von „historisch entstandenen“ Adminrechten für Anwender auf Endgeräten bis hin zur Nutzung neuer Sicherheitsfunktionen, die Windows 10 mitbringt. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedrohung durch Ransomware wird dies immer wichtiger. Bei all diesen Aufgaben kann eine Migrations-Software unterstützen und den Betrieb auch nach der Migration erleichtern.
Über die Autoren
Johannes Carl ist Senior PreSales Consultant bei Ivanti. Als ehemaliger AppSense Consultant ist er spezialisiert auf Lösungen rund um die Verwaltung von Endgeräten, das Management von Usern und Security-Lösungen. Er ist verantwortlich für die technische Ausbildung von Ivanti Partnern in der Region Central Europe und ist zudem als technischer Trainer für ehemalige AppSense und Security-Produkte tätig.
Torsten Koch.
(Bild: Axians)
André Christiansen ist Senior Service- und Devicemanagement Consultant bei Axians IT Solutions. Er ist verantwortlich für Beratung, Planung, Konzeptionierung und Durchführung von Windows-10-Client-Migrationen und deren Design sowie Betrieb. Er verfügt über Know-how zum Client-Betrieb seit Windows-NT-4.0-Zeiten.
Torsten Koch ist Citrix Consultant für Virtual Apps und Desktops bei Axians IT Solutions. Er wird für die technische Beratung in den Verkaufsprozess hinzugezogen, wenn für den Kunden maßgeschneiderte Lösungen entwickelt werden. Sowohl Produktpräsentationen, Workshops als auch die Erstellung von Systemdesigns und Konzepten gehören zu seinem Arbeitsgebiet. Koch ist seit mehr als 15 Jahren im Enterprise Umfeld zu Hause und seit 2011 bei Axians.