EU-Richtlinie

NIS-2: Checkliste für die öffentliche Verwaltung

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3. Stärkung der Business-Continuity-Planung

Eine solide Business-Continuity-Planung (BCP) ist entscheidend, um die Folgen von Cyberangriffen oder anderen Notfällen für die öffentliche Verwaltung zu minimieren. BCP umfasst Maßnahmen zur Aufrechterhaltung kritischer Funktionen und zur schnellen Wiederherstellung von Systemen und Diensten nach einem Vorfall.

Schritte zur Stärkung der Business-Continuity-Planung:

Entwicklung einer umfassenden Business-Continuity-Strategie: Diese sollte alle Aspekte der Organisation abdecken und klare Anweisungen für das Handeln in verschiedenen Notfallszenarien bereitstellen. Die Strategie muss regelmäßig überprüft und an neue Risiken angepasst werden.

Implementierung von Disaster-Recovery-Lösungen: Integrieren Sie Lösungen, die eine schnelle Wiederherstellung von Systemen und Daten ermöglichen. Cloud-basierte Disaster-Recovery-Lösungen bieten oft die Flexibilität und Skalierbarkeit, die für die schnelle Reaktion auf große Ausfälle erforderlich sind.

Regelmäßige Tests und Übungen: Nur durch regelmäßige Tests lässt sich die Wirksamkeit eines Business-Continuity-Plans wirklich sicherstellen. Diese Übungen sollten realistische Szenarien simulieren und sowohl technische als auch organisatorische Reaktionen umfassen.

4. Optimierung des Supply Chain Managements

Die Sicherheit der Lieferkette ist ein kritischer Aspekt der NIS-2-Konformität, besonders für öffentliche Verwaltungen, die häufig mit einer Vielzahl von Zulieferern und Dienstleistern zusammenarbeiten. Eine Lieferkettenverwaltung muss dafür sorgen, dass alle Beteiligten die erforderlichen Sicherheitsstandards einhalten.

Schritte zur Optimierung des Supply Chain Managements:

Überprüfung und Zertifizierung der Zulieferer: Alle Zulieferer und Dienstleister, die mit kritischen Daten und Systemen arbeiten, sollten den NIS2-Sicherheitsstandards entsprechen. Dies schließt Zertifizierungen wie ISO 27001 oder vergleichbare Standards ein, um ein hohes Maß an Sicherheit zu garantieren. Es sollte eine regelmäßige (mindestens jährliche) Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen der Zulieferer durchgeführt werden.

Vertragsmanagement stärken: Integrieren Sie Sicherheitsklauseln in Ihre Verträge mit Zulieferern, die klare Anforderungen an die Cybersicherheit stellen und regelmäßige Compliance-Überprüfungen ermöglichen.

Risikobasierte Bewertung der Lieferkette: Führen Sie regelmäßig risikobasierte Bewertungen Ihrer Lieferkette durch, um potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Förderung der Transparenz und Zusammenarbeit: Ermutigen Sie Ihre Zulieferer zur Offenlegung von Sicherheitsvorfällen und zur aktiven Teilnahme an gemeinsamen Sicherheitsinitiativen. Eine offene Kommunikation und Kooperation tragen dazu bei, die gesamte Lieferkette sicherer zu machen.

Durch die Implementierung dieser Maßnahmen können öffentliche Verwaltungen die Sicherheit ihrer Lieferketten gemäß NIS-2 erheblich verbessern und so einen umfassenden Schutz vor externen und internen Bedrohungen sicherstellen.

Auf der nächsten Seite: Nummer 5 der Checkliste & Fazit.

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