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Maerker: die grüne Welle für mehr Bürgerbeteiligung

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Ampelschaltung für eine moderne Verwaltung

Jetzt beginnt die Tätigkeit der Verwaltungsmitarbeiter. Die Maerker-Redakteure erhalten unmittelbar darauf eine eMail oder, wenn dies gewünscht ist, eine SMS auf ihr Handy. So sind sie nicht gezwungen, permanent im Portal auf einen Eintrag eines Bürgers zu warten. Der Maerker-Redakteur sichtet den Bürgerhinweis, um Probleme mit der Veröffentlichung personenbezogener Daten oder ein Missbrauch des Portals auszuschließen, und leitet ihn an den zuständigen Fachbereich der eigenen Verwaltung oder an eine der vielen das Projekt unterstützende Verwaltungen weiter. Ein einfacher Mausklick genügt dazu.

Sobald er einen Bearbeitungsvermerk vom Fachbereich zurückbekommt, schaltet er den Hinweis im Portal auf „in Bearbeitung“ –„gelb“. Wird nun vom zuständigen Fachbereich eine erfolgreiche Bearbeitung, etwa die Reparatur der Laterne gemeldet, wird der Status auf „erledigt“ – „grün“ gesetzt.

Kann keine Bearbeitung erfolgen – zum Beispiel, weil es sich um ein Problem eines privaten Grundstückseigentümers handelt – wird der Hinweis an diesen weitergegeben. Im Maerker-System erhält der Hinweis den für die Verwaltung abschließenden Status „grün/gelb“. Hier liegt im Sinne des Bürgers zwar keine Erledigung vor (also „gelb“), doch aus Sicht der Verwaltung sind alle Möglichkeiten der Problemlösung ausgeschöpft („grün“).

Bei jeder Änderung des Status des Bürgerhinweises erfolgt automatisch per eMail eine Information an den Bürger. Hinweise, die längere Zeit im Status „grün“ oder „grün/gelb“ waren, werden durch die Maerker-Redakteure in das Archiv verschoben, um das aktive Portal übersichtlich zu halten. Natürlich sind auch diese Archiveinträge für die Bürger weiterhin einsehbar.

Initiiert wurde das Maerker-Projekt vom Innenministerium Brandenburgs sowie dem Städte- und Gemeindebund Brandenburg. Von Anfang an dabei und an der Weiterentwicklung von Maerker beteiligt waren Bürgermeister André Schaller aus der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin, Bürgermeister Ronald Seeger und Jörg Zietemann aus der Stadt Rathenow sowie Bürgermeister Uwe Pfeiffer und Mark Kellermann aus Mittenwalde.

Die technische Infrastruktur wird vom Innenministerium allen Landeskommunen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der nötige Aufwand zum Einsatz der Maerker-Plattform ist vorrangig ein organisatorischer und gegenüber anderen IT-Projekten vergleichbar gering.

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