Univention-System im Landtag Brandenburg

Linux-Server schaffen Optionen für die PC-Strategie

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Übersichtliche Struktur

Dass UCS bereits ein Identity Management mitbringe, führe zu einer übersichtlicheren Struktur der Benutzer- und Berechtigungsverwaltung, so die T-Systems-Analyse. Damit ließen sich zum einen Sicherheitsaspekte im Bereich des Zugriffsschutzes auf den unterschiedlichen Plattformen verbessern. Zum anderen bringe eine Vereinheitlichung von Benutzernamen, Passwörtern und Heimat- sowie Datenverzeichnissen an den verschiedenen Systemen für den Anwender deutliche Verbesserungen. Einer der wichtigsten Befunde der Evaluierung: „Die beiden vom Landtag eingesetzten Betriebssysteme (Windows und Linux) werden gleichwertig unterstützt und integriert, wodurch für den Landtag ein diskriminierungsfreier Einsatz der gewünschten Betriebssysteme ermöglicht wird.“

Ende April startete das Projekt der UCS-Einführung. Auftragnehmer war T-Systems, während deren Subkontraktor, der Chemnitzer Univention-Partner CAPE IT GmbH vor Ort mit den IT-Spezialisten der Landtagsverwaltung das Vorhaben realisierte. Nachdem eine Testumgebung auf virtuellen Maschinen erfolgreich gelaufen war, ging knapp einen Monat nach Projektstart abends die Umstellung über die Bühne. Die bisher verteilten Server und Dienste, Home-Verzeichnisse und Laufwerkskennungen ließen sich problemlos auf UCS übertragen. Gruppen- und User-IDs wurden mit einem von CAPE entwickelten Skript in die neuen Regeln der Univention-Umgebung eingepflegt.

Am nächsten Morgen begann der Regelbetrieb der neuen Umgebung ohne nennenswerte Vorfälle. Spürbar war für die Endanwender nur das einheitliche Identity Management, das es ihnen nun ersparte, sich für die verschiedenen Systemumgebungen unterschiedliche Passwörter merken zu müssen. Seither läuft UCS auf zwei virtuellen Maschinen mit VMware ESX 3.5, auf der einen als Domain Controller Master mit dem zentralen LDAP-Verzeichnis, auf der anderen der DC Backup Server, wobei der zur besseren Lastverteilung auch noch als NFS- und Samba-Server für die Home- und für verschiedene Datenverzeichnisse dient. Alle Server und Clients sind an die UCS-Domäne angebunden und werden über die Management-Oberfläche von UCS verwaltet.

So soll sich auch das Projekt ELVIS des Identitymanagements von UCS in Form eines Single-point-of-authentification bedienen. ELVIS ist ein elektronisches Vorgangs- und Informationsbearbeitungssystem, das T-Systems mit der Firma Icomedias entwickelt. Es soll die Arbeit der Abgeordneten, der Fraktionen und der Landtagsverwaltung papierarm gestalten und unterstützen. Über ELVIS werden zukünftig parlamentarische Verfahren durchgeführt wie kleine und große Anfragen, Gesetzesinitiativen ...

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