gesponsertMehr als Prompting Kompetenzen für den Einsatz generativer KI

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Wer GenKI in der Verwaltung einsetzen will, braucht mehr als Technik: Entscheidend ist der richtige Kompetenzmix – abgestimmt auf Rolle, Einsatzzweck und Freiheitsgrad der Nutzung. Ein neues Kompetenzframework gibt Orientierung.

Das Kompetenzdreieck für den GenKI-Einsatz in der Verwaltung(Bild:  ÖFIT / Fraunhofer FOKUS)
Das Kompetenzdreieck für den GenKI-Einsatz in der Verwaltung
(Bild: ÖFIT / Fraunhofer FOKUS)

Generative KI (GenKI) wird in der öffentlichen Verwaltung bereits vielfältig erprobt – bei der Texterstellung, Informationserschließung oder im Bürgerdialog. Doch welche Kompetenzen braucht es, damit solche Systeme effektiv und sicher eingeführt und genutzt werden können? Entscheidend ist der richtige Mix – abhängig von Rolle, Risiko des Einsatzzwecks und Freiheitsgrad der Nutzung.

Drei Rollen, drei Kompetenzprofile

Zunächst braucht es rollenübergreifende Kompetenzen, etwa Basiskompetenzen in digitaler Bedienfähigkeit und im Umgang mit Daten, Wissen über die grundlegenden Chancen, Risiken und Funktionsweisen generativer KI sowie eine Haltung, die u.a. kritisches Denken, Resilienz und kontinuierliche Lernbereitschaft umfasst. Diese Grundlagen sollten in der Breite vermittelt werden. Darauf aufbauend braucht es – je nach Rolle in Bezug auf eine GenKI-Lösung – rollenspezifische Kompetenzen:

Entscheider:innen legen Ziele, Einsatzbereiche und Rahmenbedingungen generativer KI in ihrer Organisation fest. Sie benötigen Kompetenzen u. a. in strategischer Steuerung, Governance, Projekt- und Risikomanagement sowie in der Förderung einer organisationsweiten Lern- und Kommunikationskultur.

Techniker:innen verantworten Entwicklung, Integration, Betrieb und Weiterentwicklung von GenKI-Lösungen. Gefragt sind Kompetenzen u.a. in Datenbereitstellung, Wissensrepräsentation, Modellarchitektur, Schnittstellenintegration, Betriebssicherheit sowie erklärbarer KI und agiler Entwicklung.

Nutzer:innen setzen GenKI in ihrer täglichen Arbeit ein – etwa für Texterstellung, Recherchen oder Ideenskizzen. Sie benötigen u.a. Kompetenzen zur Einschätzung von Einsatzmöglichkeiten und -grenzen der jeweiligen GenKI-Lösung, zur Promptgestaltung sowie zur kritischen Bewertung der Ergebnisse (z. B. Relevanz, Korrektheit, Verzerrungen).

Den Abschluss bilden systemspezifische Kompetenzen in Ethik, Recht und Standards (insbesondere Datenschutz) sowie Fachkompetenzen. Diese sind je nach Systemgestaltung und Einsatzzweck unterschiedlich auf die drei Rollen verteilt.

Nicht jede:r muss in jedem Kontext gleich viel können

Je höher das Risiko des Einsatzzwecks sowie der Freiheitsgrad der Nutzung einer GenKI-Lösung, desto höher sind die Kompetenzanforderungen – insbesondere bei Nutzer:innen sowie in den Bereichen Ethik, Recht, Standards und Fachkompetenz. Bei stärker geführten Systemen – etwa bei vollautomatisierter Formularprüfung – verlagert sich der Kompetenzbedarf dagegen auf die Entscheider:innen und Techniker:innen, welche die Systeme entsprechend gestalten und einführen.

Kompetenzen sind essenzielle Voraussetzung für den erfolgreichen GenKI-Einsatz in der Verwaltung. Systemgestaltung und Kompetenzaufbau müssen von Beginn an zusammengedacht werden. Mehr dazu im ÖFIT GenKI-Kompetenzframework.

Autor:innen: Dorian Wachsmann, Gabriele Goldacker und Maximilian Kupi sind wissenschaftliche Mitarbeitende des Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut FOKUS.

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