Digitale Endgeräte für Schulen IT.Niedersachsen präzisiert Ausschreibungsunterlagen

Von Stephan Augsten 1 min Lesedauer

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Als Projektbeauftragter für den niedersächsischen „Kultushaushalt 2026“ hat IT.Niedersachsen nach Bieterbeschwerden die Ausschreibungsunterlagen für das 800 Millionen Euro schwere Digitalisierungsprojekt präzisiert. Trotz der Anpassungen sollen die ersten digitalen Endgeräte planmäßig zum Schuljahr 2026/2027 ausgegeben werden.

IT.Niedersachsen justiert beim Ausschreibungsverfahren für digitale Endgeräte an Schulen nach, die Ausrollplanung betrifft dies allerdings bislang nicht.(Bild: ©  Risman - stock.adobe.com)
IT.Niedersachsen justiert beim Ausschreibungsverfahren für digitale Endgeräte an Schulen nach, die Ausrollplanung betrifft dies allerdings bislang nicht.
(Bild: © Risman - stock.adobe.com)

Niedersachsen muss sein Vergabeverfahren für die Beschaffung digitaler Endgeräte an Schulen nachbessern. Der landeseigene IT-Dienstleister IT.Niedersachsen reagierte kurzfristig auf eingegangene Rügen von Bewerbern und präzisierte die Ausschreibungsunterlagen. Trotz der notwendigen Anpassungen hält das Land am geplanten Zeitplan fest: Die ersten Geräte sollen zum Schuljahr 2026/2027 an Schülerinnen und Schüler ausgeben werden.

Das ambitionierte Digitalisierungsprojekt ist das bislang größte seiner Art in Niedersachsen. Mit einem Gesamtvolumen von rund 800 Millionen Euro bis 2031 will das Land seine Schulen flächendeckend mit digitalen Endgeräten ausstatten. Den Anfang machen ab dem Schuljahr 2026/2027 alle Siebtklässler sowie die Lehrkräfte. In den Folgejahren werden dann sukzessive die weiteren Jahrgänge mit Hardware versorgt.

„Rüge ist ein im Vergaberecht reguläres und gängiges Instrument“

Die nun erfolgte Nachjustierung des Vergabeverfahrens war nach Angaben des Landes notwendig geworden, nachdem ein Bewerber eine Rüge bei IT.Niedersachsen eingereicht hatte. Eine solche Beschwerde sei bei Vergaben dieser Größenordnung und Komplexität durchaus üblich, betont das Land. Ende vergangener Woche ging eine weitere, unspezifische Rüge ein. Nach Einschätzung von IT.Niedersachsen wurde deren Inhalt jedoch bereits durch die vorgenommenen Anpassungen berücksichtigt.

Im Kern geht es bei den Änderungen um präzisere vertragliche Regelungen für den Fall von Lieferverzögerungen. Diese Anpassung soll der angespannten Lage am Hardware-Markt Rechnung tragen, welcher derzeit insbesondere bei Speicherbausteinen von unwägbaren Preisen und Lieferzeiten geprägt ist. Die überarbeiteten Ausschreibungsunterlagen sollen sicherstellen, dass die Anforderungen der Schulen erfüllt werden und gleichzeitig belastbare Lieferzusagen unter den aktuellen Marktbedingungen möglich sind.

Weitere Details zu den eingegangenen Rügen und der laufenden Prüfung könne das Land aus vergaberechtlichen Gründen während des laufenden Verfahrens nicht nennen.

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