Kooperation zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein Im KERN geht es um die User Experience

Von Natalie Ziebolz 2 min Lesedauer

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Schleswig-Holstein und Hamburg haben mit dem Projekt „KERN“ einen weiteren Schritt zur Modernisierung der digitalen Verwaltung initiiert. Das gemeinsame Ziel besteht darin, einen länderübergreifenden User-Experience-Standard zu entwickeln, um die Nutzerfreundlichkeit und Benutzererfahrung bei der Nutzung digitaler Verwaltungsdienste zu verbessern.

Eine moderne Verwaltung braucht gute Online-Dienste, die leicht zu bedienen, sicher und barrierefrei sind. Kurz gesagt: Die User Experience (UX) muss stimmen. (Bild:  Gorodenkoff – stock.adobe.com)
Eine moderne Verwaltung braucht gute Online-Dienste, die leicht zu bedienen, sicher und barrierefrei sind. Kurz gesagt: Die User Experience (UX) muss stimmen.
(Bild: Gorodenkoff – stock.adobe.com)

In einem gemeinsamen Vorstoß zur Modernisierung der digitalen Verwaltung haben Schleswig-Holstein und Hamburg ein wegweisendes Projekt ins Leben gerufen: KERN. Dabei wird an der Entwicklung eines länderübergreifenden User-Experience-Standards (UX-Standard) gearbeitet.

Das Hauptziel von KERN besteht darin, die Nutzerfreundlichkeit und Benutzererfahrung bei der Nutzung digitaler Verwaltungsdienste zu verbessern. Angesichts der Vielfalt von Plattformen und Betreibern in der deutschen Verwaltung, die oft zu isolierten Lösungen führt, soll KERN eine einheitliche Grundlage schaffen, die von der Kommunal- bis zur Bundesebene reicht. Durch die Implementierung des Standards sollen Entwicklerinnen und Entwickler befähigt werden, barrierefreie und effiziente Lösungen zu entwickeln, indem sie auf ein offenes Design-System zurückgreifen, das auf Open Source basiert – getreu dem Motto: „Public Money – Public Code“.

„Der digitale Staat muss einfacher, intuitiver und insgesamt benutzerfreundlicher werden. Der Erfolg des Gesamtvorhabens Verwaltungsdigitalisierung hängt davon ab, ob es gelingt, die Menschen von unseren Services zu begeistern“, erklärte Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter diesbezüglich. Deshalb werde das Thema der nutzerzentrierten Entwicklung stärker als bisher Einzug in das Verwaltungshandeln finden. „Mit KERN haben wir dafür einen wichtigen Baustein geschaffen. Darüber hinaus entwickeln wir mit dem Projekt einen länderübergreifenden Standard, um unnötige Doppelarbeit zu vermeiden und die Qualität unserer Angebote sicherzustellen. Wir handeln dabei nicht allein, sondern in enger Partnerschaft mit allen Interessierten.“

Ein besonderer Schwerpunkt liegt daher auf der Einbindung und Zusammenarbeit mit verschiedensten Fachleuten – etwa Entwicklern, Designern und Produktverantwortlichen. Diese haben auch weiterhin die Möglichkeit, den Standard kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Die erste Version steht auf der Website www.kern-ux.de bereit und soll durch kontinuierliches Feedback und die Einbindung der Nutzerinnen und Nutzer in den kommenden Wochen und Monaten weiter verfeinert werden.

„Gut bedienbare Verwaltungslösungen mit Wiedererkennungswert stärken das Vertrauen in den digitalen Staat. Es geht darum, digitale Services attraktiv zu gestalten, damit Behördenangelegenheiten immer öfter online erledigt werden“, so Staatsrat Jan Pörksen, Chef der Hamburger Senatskanzlei.

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