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Werkzeug der Entscheidungsfindung
Unsere Erfahrung aus Projekten mit der Öffentlichen Verwaltung zeigt, dass der Erfolg in diesem Bereich signifikant von den Steuerungsstrukturen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene abhängt, die diesen Veränderungen gewachsen sein müssen.
Hier hilft das Projekt–Portfolio-Management, eine mittel- und langfristige Planung organisationsweiter Projekte auf den zugrunde liegenden Richtlinien, Prozessen und Standards aufzubauen. Entscheidend ist dabei das konsequente Verfolgen der strategischen Ziele einer Organisation, wobei der Nutzen der umzusetzenden Maßnahmen stets im Auge behalten werden muss.
Damit ein Projekt oder eine Maßnahme in ein Portfolio aufgenommen und dort gehalten werden kann, muss häufig eine ökonomische Rechtfertigung zugrunde liegen, anhand derer eine Bewertung und Priorisierung der jeweiligen Vorhaben durchgeführt wird. Dies gilt auch für „Muss-Projekte“. So beugt ein ganzheitliches Projekt-Portfolio-Management durch regelmäßige Prüfungen der Projektlandschaft beispielsweise teuren Parallelentwicklungen vor.
Entscheidungsstrukturen
Wie erwähnt sind Steuerungsstrukturen, die den strategischen Erfolg einer Organisation fördern, Grundlage eines erfolgreichen Projekt-Portfolio-Managements. Dafür sind stabile Entscheidungen auf einer aktuellen und aggregierten Informationsbasis wesentlich. Die Abbildung zeigt eine Organisationsstruktur im Rahmen des Portfolio-Managements in Behörden, die die notwendigen Informationsflüsse unterstützt und nachhaltige Entscheidungen ermöglicht. Das Portfolio-Gremium und damit auch die Entscheidung über die Priorisierung und Durchführung von Projekten können beispielsweise auf Vizepräsidenten-Ebene angesiedelt sein. Bewährt hat sich die Einrichtung eines entsprechenden Gremiums auf mindestens referatsübergreifender Ebene.
Die Einhaltung der Priorisierung kann durch eine damit verbundene Festlegung der Umsetzungsverantwortung unterstützt werden. Damit sinnvolle Entscheidungen getroffen werden können, ist eine Ableitung von strategischen Zielen für die eigene Organisation vorzunehmen. Weiterhin ist darauf zu achten, dass sowohl der Ablauf zur Projektaufnahme und Bewertung als auch das Vorgehen zur Auswahl und Genehmigung klar definiert sind und transparent zur Anwendung kommen. Die getroffenen Entscheidungen sind durch entsprechende Monitoring- und Steuerungsaktivitäten zu überwachen und kontinuierlich auf Zweckmäßigkeit zu überprüfen.
Fazit
Insgesamt stellt die Einführung eines Projekt-Portfolio-Managements häufig einen umfassenden Kulturwandel innerhalb der Projekte und auch im Tagesgeschäft einer Öffentlichen Verwaltung dar. Damit dieser nicht am oftmals anzutreffenden Beharrungsvermögen reifer Organisationen oder an persönlichen Widerständen scheitert, wird ergänzend ein konsequentes und gelebtes Veränderungsmanagement benötigt.
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