Mecklenburg-Vorpommern Hackerangriff auf Internetseiten des Landes abgewehrt

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Hacker haben in Mecklenburg-Vorpommern erneut Internetserver angegriffen, über die Ministerien und Polizei erreichbar sind. Die Opposition fordert besseren Schutz vor solchen Angriffen.

Durch eine DDoS-Attacke wurden vergangene Woche Webseiten unter anderem der Landesregierung Schleswig-Holstein überlastet.(Bild:  sarawut – stock.adobe.com)
Durch eine DDoS-Attacke wurden vergangene Woche Webseiten unter anderem der Landesregierung Schleswig-Holstein überlastet.
(Bild: sarawut – stock.adobe.com)

Der jüngste Hackerangriff auf Webseiten der Landesregierung und der Polizei von Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben des Innenministeriums abgewehrt worden. „Alle betroffenen Internetseiten stehen wieder uneingeschränkt zur Verfügung. Durch das schnelle und professionelle Handeln unserer IT-Spezialisten unseres IT-Servicedienstleisters DVZ und unseres Computernotfallteams CERT M-V konnten die Angriffe sofort bemerkt und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden“, erklärte Innenminister Christian Pegel (SPD) am Freitag in Schwerin.

Die Angriffswelle sei am Donnerstagmorgen angerollt, als durch massenhafte Anfragen versucht worden sei, die Server zu überlasten. Ähnliche Vorfälle habe es auch im April und November vergangenen Jahres gegeben. Da weitere Angriffe dieser Art nicht auszuschließen seien, würden die IT-Sicherheitsspezialisten das Verhalten der Systeme intensiv beobachten, um im Falle einer neuen Welle erneut schnell reagieren zu können.

Laut Innenministerium waren seit Donnerstagmorgen verschiedene Internetseiten der Landesregierung, der Landespolizei sowie des Verfassungsschutzes nur eingeschränkt erreichbar. Von wo der Angriff kam, ist bislang nicht geklärt.

Als Reaktion auf die neuerliche Attacke forderten Politiker der Opposition Verbesserungen in der IT-Sicherheitsstruktur. „Wir brauchen endlich eine Cyberabwehr, die der heutigen Zeit gerecht wird“, erklärte René Domke, sicherheitspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion. Er warf der Landesregierung erneut Untätigkeit vor, die ein Risiko für die Sicherheit des Landes darstelle. Ein eigenes IT-Sicherheitsgesetz und klare Mindeststandards für die IT-Sicherheit seien jetzt notwendig.

Auch der AfD-Abgeordnete Jens-Holger Schneider kritisierte eine nicht ausreichende Sicherheitsstruktur: „Selbst Kleinstunternehmen schaffen es, sich kostengünstig mithilfe von Cloudservern gegen DDoS-Attacken zu schützen. Es ist nicht hinnehmbar, dass staatliche Einrichtungen hinterherhinken und erst Maßnahmen ergreifen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“, sagte er.

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