26 Milliarden Datensätze geleakt So schützen Sie sich vor dem größten Datenleck aller Zeiten

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Sicherheitsforscher warnen vor dem größten Datenleck aller Zeiten. Das Leck umfasst 26 Milliarden Datensätze von zahlreichen Anbietern, Regierungen und Organisationen. Was betroffene Nutzerinnen und Nutzer jetzt tun sollten und wie man überhaupt herausfinden kann, ob man betroffen ist, erfahren Sie hier.

Sicherheitsforscher haben die größte Datenleck-Sammlung aller Zeiten, mit 26 Milliarden Datensätzen identifiziert.(Bild:  James Thew – stock.adobe.com)
Sicherheitsforscher haben die größte Datenleck-Sammlung aller Zeiten, mit 26 Milliarden Datensätzen identifiziert.
(Bild: James Thew – stock.adobe.com)

Der Sicherheitsforscher B­o­b Dyachenko, Inhaber von SecurityDiscovery.com, und das Team von Cybernews.com haben eine der größten Datensammlungen von Datenlecks im Internet entdeckt. Die Sammlung umfasst 26 Milliarden Datensätze und insgesamt mehr als 12 Terabyte Daten. Betroffen sind unter anderem Daten von LinkedIn, Twitter, Dropbox, Telegram, Tencent, Deezer, Zynga, Adobe, Canva und vielen weiteren Plattformen. Auch Daten von Regierungsorganisationen aus Deutschland, den USA, Brasilien und anderen Ländern sind in der Sammlung enthalten. Entdeckt wurde die Sammlung beim Scannen eines IPv6-Adressbereichs. Die Datenbank ist online verfügbar. Bisher war es jedoch nicht möglich, den Inhaber der Quelle zu identifizieren.

Nutzer können über den Cybernews Data Leak Checker herausfinden, ob sie betroffen sind.

Viele Daten sind bereits bekannt, es können aber auch neue Informationen dabei sein

Bei dieser riesigen Datenmenge ist klar, dass viele Daten aus bereits bekannten Lecks stammen. Das ändert aber nichts daran, dass diese Daten wieder im Umlauf sind und neue Kriminelle anlocken, die diese Daten nutzen wollen. Darüber hinaus enthält die neue Quelle aber auch neue Daten, die bisher nicht öffentlich zugänglich waren. Davon gehen die Forscher aus, auch wenn das noch nicht verifiziert ist. Insgesamt enthält die Datensammlung Daten in 3.800 Ordnern. Jeder Ordner enthält Daten zu einer anderen Schwachstelle in einem Portal. Dies zeigt das große Potenzial der Sammlung. Es wird erwartet, dass diese Sammlung in naher Zukunft für zahlreiche Cyberattacken und Phishing-Angriffe mit dem Ziel des Identitätsdiebstahls genutzt wird.

Was betroffene Nutzerinnen und Nutzer jetzt tun sollten

Betroffene Nutzer sollten zunächst dringend ihre Passwörter bei allen Diensten und auf allen Portalen ändern und darauf achten, keine identischen Passwörter zu verwenden. Außerdem sollte auf allen Portalen möglichst die Multifaktor-Authentifizierung aktiviert werden. Die Betreiber der bekannten Sicherheitsplattform „Have i been Powned“ sehen in der Sammlung derzeit keine große Neuigkeit, sondern sind der Meinung, dass die Daten bereits bekannt und somit auch in „Have i been Powned“ eingebettet sind. Es ist aber durchaus sinnvoll, sowohl bei „Have i been Powned“ als auch über den Cybernews Data Leak Checker zu prüfen, ob man betroffen ist.

Der Beitrag erschien ursprünglich auf unserem Schwesterportal Security Insider.

(ID:49894937)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung