Virtualisierung mit Augenmaß

Eine offene Strategie zahlt sich aus

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Aus kaufmännischer und planerischer Sicht

Daneben sind für eine mehr oder weniger lohnende Server-Virtualisierung kaufmännische Fakten und Verarbeitungsprognosen relevant. Je mehr sich einzelne Server dem Abschreibungsende von fünf Jahren nähern, um so mehr werden sich Neuinvestitionen lohnen. Um sie über einen Abschreibungszeitraum von fünf Jahren richtig zu setzen, müssen die Entscheider das voraussichtliche Wachstum der Verarbeitungskapazitäten im Rechenzentrum (RZ) erheben. Es ist auch vom prognostizierten Datenwachstum auf der Speicherseite abhängig. Server und Speicher stehen nicht nur verarbeitungstechnisch in einer engen Beziehung. Primärspeicher, also Online-Festplatten, sind auf Servern platziert. Sekundärspeicher, also Offline-Festplatten, spielen direkt mit Servern zusammen. Auch das unterstreicht, wie wichtig eine Server-Virtualisierung mit Augenmaß und Voraussicht für das Behörden-RZ ist.

Storage-Virtualisierung lohnt selten

Inwieweit im RZ speziell die Virtualisierung der Speichereinheiten lohnt, sollte besonders genau durchkalkuliert werden. Der Grund: Bei den bestehenden Servern liegt der durchschnittliche Auslastungsgrad bei lediglich rund 25 Prozent. Die Virtualisierung von Server-Kapazitäten bietet also von vornherein ein hohes Einsparungspolster. Anders bei Storage-Kapazitäten. Hier sind es weniger die vielen Speichereinheiten, die die Stromkosten nach oben treiben, als vielmehr die steigende Anzahl an Lesezugriffen. Doch genau die kann durch Storage-Konsolidierung und -Virtualisierung nicht herabgesetzt werden. Außerdem haben Technologien wie SAN (Storage Area Network), gegebenenfalls kombiniert mit NAS (Network Attached Storage), ihren Preis. Sie erweisen sich außerdem als aufwendig in der Projektierung, danach kompliziert in der Administration.

Kostenentlastung versprechen hingegen Konstellationen wie Enterprise Linux 5 Advanced Platform von Red Hat. Die Storage-Seite ist darin in Form von Cluster-File-Systemen von Haus aus integriert. Der zusätzliche Kosteneinsparungseffekt: Die komplette Lösung baut durchgängig auf Open Source auf und zieht somit keinerlei Lizenzausgaben und Preisbindungen nach sich. Storage-Virtualisierung kann aber auch abseits vom reinen Kostenkalkül ratsam sein. Werden die Verwaltungsprozesse optimiert, also weitgehend automatisiert, sollte auch die Zuweisung der Speicher mit den Daten dynamisch erfolgen. Und: Storage-Virtualisierung ist ein probates Rezept, um das stark steigende Datenwachstum in den Griff zu bekommen und auf Dauer im Griff zu behalten.

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