gesponsertIT-Fachkräfte aller Länder vereinigt euch! Digitalisierung endlich richtig machen

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Auch nach sieben Jahren OZG-Umsetzung sind die IT-Infrastrukturen der Verwaltung nicht ausreichend modernisiert. Das führt zu der Erkenntnis, dass Bund, Länder und Kommunen in Deutschland noch enger zusammenarbeiten müssen. Lasst uns die Chance nutzen und endlich eine leistungsfähige föderale Plattform-Infrastruktur aufbauen.

(©  mbbirdy, Kollektion: E+ via Getty Images)
(© mbbirdy, Kollektion: E+ via Getty Images)

Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt haben wir in Deutschland ein Wohlstandsproblem: Wir können uns die Ineffizienz unserer Verwaltung (noch) leisten. Doch die enormen personellen und finanziellen Ressourcen, die für die Pflege der veralteten und redundanten IT-­Infrastruktur benötigt werden, führen in eine Negativspirale. Sie verhindern die dringend notwendige Modernisierung, was zu einer Gefährdung des Wirtschaftsstandortes Deutschland und möglicherweise bis hin zur Handlungsunfähigkeit des Staates führen könnte.

Unternehmen klagen zu Recht über gestiegene Bürokratiekosten. Statt für Entlastung zu sorgen, wurden die gesetzlichen Vorgaben für Unternehmen in den letzten Jahren nachweislich komplizierter. Fachkräftemangel und massive Spar­zwänge verschärfen die Lage zusätzlich. Wie lösen wir den Investitionsstau und machen die digitale Verwaltung zukunftsfähig?

Vorhandene Ressourcen sinnvoll einsetzen

Um das Wohlstandsproblem zu überwinden und die Digitalisierung der Verwaltung auf den richtigen Kurs zu bringen, müssen wir bereits jetzt im Krisenmodus denken. Frei nach Immanuel Kant, dessen 300. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, lässt sich diese Einsicht in einem Digitale-Verwaltungs-Imperativ formulieren: ­„Plane die IT-Architektur der öffent­lichen Verwaltung so, als ob du kein Geld hättest.“

Der die OZG-Umsetzung leitende Grundgedanke des Einer-für-alle-Prinzips ist weiterhin richtig. Das EfA-Prinzip darf aber nicht bei den Online-Diensten aufhören. Es muss vielmehr ausgeweitet werden, insbesondere auf die IT-Infra­struktur. Eine gemeinsame föderale IT-Infrastruktur mit zentralen Basisdiensten zu schaffen, ist ein logischer Schritt, der aus dem EfA-Prinzip folgt.

Ein positives Beispiel ist die BundID. Hier ist es gelungen, dass sich die Länder und der Bund auf einen gemeinsamen Basisdienst geeinigt haben, anstatt mehrere lokale Lösungen zu pflegen, zu betreiben und aufwändig miteinander zu vernetzen.

Eine weitere Konsolidierung und arbeitsteilige Organisation der ­föderalen IT-Infrastruktur ermöglicht eine strategische Verschiebung vorhandener Ressourcen. Möglichst viele der knappen IT-Fachkräfte sollten sich idealerweise gemeinsam und unabhängig von der organisatorischen und regionalen Zuordnung auf die Kernaufgaben der Verwaltung fokussieren und Lösungen für die Mitarbeitenden in der Fläche schaffen. Sie sollten an der Umsetzung von nutzerfreundlichen und weitgehend ­automatisierten Ende-zu-Ende-Diensten mitwirken, die die Verwaltung selbst sowie alle Antragstellenden spürbar entlasten.

Die Cloud-Transformation, die bei der bisherigen Umsetzung des OZG nicht ausreichend berücksichtigt wurde, ist die Grundlage für eine noch engere Kooperation und effektive Arbeitsteilung. Eine leistungsfähige Plattform-Infrastruktur, die nach dem EfA-Prinzip gemeinsam in der Cloud betrieben wird und offen für die Integration innovativer Lösungen von Drittanbietern ist, würde zudem auch für Start-ups geeignete Rahmenbedingungen schaffen, um einen wertvollen Beitrag zu leisten. Neben ­einer stärkeren Fokussierung der IT-Fachkräfte auf hochwertige Fachdienste können durch die Einbindung von Start-ups zusätzliche Ressourcen aktiviert werden.

Der Aufbau von gemeinsamen, cloudbasierten Plattform-Infrastrukturen ist somit eine zentrale Voraussetzung für die notwendige Beschleunigung der Verwaltungsdigitalisierung, für eine engere ­Zusammenarbeit und für eine Entlastung aller Beteiligten – wenn er im Krisenmodus geplant und umgesetzt wird. So, als ob wir kein Geld hätten.

Der Autor

Dr. Andreas Antić, Head of Public Administration, Capgemini

capgemini.com/de-de/branchen/public-sector

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