Bundesweiter Rollout: von SH in die Republik
Digitale Stolpersteine für die digitale Bildung

Von Serina Sonsalla 5 min Lesedauer

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Schleswig-Holstein nutzte bereits 2024 Digitalisierung für die Erinnerungskultur: Das Bundesland digitalisierte seine Stolpersteine und entwickelte eine App, die an die Opfer der NS-Verbrechen erinnert. Nach der erfolgreichen Erprobung im Norden wird die Anwendung jetzt bundesweit ausgerollt.

Die Anwendung erhebt minimale Nutzerdaten (etwa bei Gedenkkerzen),­ die nach sieben Tagen gelöscht werden. Stolpersteine Digital läuft ausschließlich über Server in Deutschland.(Bild:  © Der Landesbeauftragte für politische Bildung Schleswig-Holstein)
Die Anwendung erhebt minimale Nutzerdaten (etwa bei Gedenkkerzen),­ die nach sieben Tagen gelöscht werden. Stolpersteine Digital läuft ausschließlich über Server in Deutschland.
(Bild: © Der Landesbeauftragte für politische Bildung Schleswig-Holstein)

In vielen Städten gehören sie längst zum Straßenbild. Oft werden sie im Vorübergehen übersehen – obwohl sie eigentlich genau dafür gemacht sind, Aufmerksamkeit zu wecken. Stolpersteine sollen kein körperliches Hindernis sein, sondern ein gedankliches: Sie holen die Geschichte aus den Museen auf die Straße und laden Passantinnen und Passanten dazu ein, kurz innezuhalten, zu lesen und sich zu erinnern.

Es sind kleine quadratische Tafeln aus Messing, die an die damaligen Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern sollen – das größte dezentrale Mahnmal Deutschlands. Bereits in den 1990er Jahren entwarf der Künstler Gunter Demnig Stolpersteine, um an die individuellen Schicksale der Opfer jener Zeit zu erinnern. In Europa existieren mehr als 100.000 Messingtafeln, davon etwa 90.000 allein in Deutschland.

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