Sicherheit und Compliance für eine effiziente Verwaltung Die Rolle von ZeDIS in der digitalen Transformation

Ein Gastbeitrag von Sascha Kreutziger 4 min Lesedauer

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Mit der Bündelung von IT-Ressourcen in der Verwaltung steigen die Anforderungen an ein strukturiertes System-Management. Weshalb ZeDIS (Zentraler Dienst für Informationssicherheit) und NIS-2-Compliance für eine zukunftssichere Verwaltung essenziell sind, erläutert Sascha Kreutzinger in seinem Gastbeitrag.

Automatisierung und Sicherheit für die digitale Transformation in Behörden. (© อัญชลี โคตรธรรม – stock.adobe.com / KI-generiert)
Automatisierung und Sicherheit für die digitale Transformation in Behörden.
(© อัญชลี โคตรธรรม – stock.adobe.com / KI-generiert)

Die öffentliche Verwaltung steht vor der Herausforderung, ihre IT-Infrastrukturen zu modernisieren und gleichzeitig gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden. Der Zentrale Dienst für Informationssicherheit (ZeDIS) spielt dabei eine entscheidende Rolle: Er ermöglicht eine standardisierte, effiziente und sichere IT-Landschaft über verschiedene Behörden hinweg. Doch die Umsetzung von ZeDIS ist komplex und stellt hohe Anforderungen an Governance, Risikomanagement und Compliance.

ZeDIS als Schlüssel zur digitalen Transformation

Die Bündelung und Zentralisierung von IT-Ressourcen in der Verwaltung bringt einige Vorteile mit sich. Sie ermöglicht eine einheitliche Infrastruktur, optimiert Kostenstrukturen und sorgt für eine verbesserte Sicherheit. Gleichzeitig steigen jedoch die Anforderungen an ein strukturiertes Management dieser Systeme. Insbesondere folgende Aspekte sind dabei essenziell:

  • IT-Governance und regulatorische Anforderungen: Die öffentliche Hand muss verschiedene gesetzliche Vorgaben wie das IT-Sicherheitsgesetz 2.0, die NIS-2-Richtlinie oder branchenspezifische Compliance-Vorgaben erfüllen. Eine standardisierte und nachvollziehbare IT-Governance ist daher unerlässlich.
  • Effektives Risikomanagement: Die Identifikation und die Bewertung potenzieller IT-Risiken sind entscheidend, um den Betrieb zentraler Verwaltungsdienste sicherzustellen. Ohne ein systematisches Risikomanagement drohen Sicherheitslücken und Compliance-Verstöße.
  • Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Behörden müssen jederzeit auditfähig sein und ihre IT-Prozesse revisionssicher dokumentieren. Dies setzt eine zentrale Steuerung und kontinuierliche Kontrolle der IT-Sicherheitsmaßnahmen voraus.

NIS-2: neue Anforderungen an die öffentliche Verwaltung

Mit der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie steigen die Sicherheitsanforderungen an staatliche Institutionen erheblich. Die Richtlinie verpflichtet kritische Einrichtungen, ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen zu erweitern, Risiken systematisch zu überwachen und Cybervorfälle innerhalb vorgegebener Fristen zu melden. Dazu gehören erhöhte Meldepflichten, da Sicherheitsvorfälle innerhalb von 24 (Erstmeldung) bis 72 Stunden (Bewertung) an die zuständigen Behörden gemeldet werden müssen. Zudem werden strengere Kontrollmechanismen erforderlich, die regelmäßige Risikoanalysen und Sicherheitsbewertungen vorsehen, um eine kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheitslage sicherzustellen. Zusätzlich liegt eine besondere Verantwortung auf Führungsebene, da die Einhaltung der NIS-2-Anforderungen eine Managementaufgabe darstellt. Führungskräfte in Behörden sind direkt für die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich und haften bei Verstößen. Um diese Vorgaben effizient zu erfüllen, benötigen Behörden integrierte Lösungen für IT-Sicherheitsmanagement und Compliance, die eine ganzheitliche Steuerung von Risiken, Maßnahmen und Berichterstattungen ermöglichen.

Digitale Sicherheit und Effizienz durch integrierte Lösungen

Eine erfolgreiche Umsetzung von ZeDIS erfordert leistungsfähige Technologien, die Governance, Risikomanagement und Compliance (GRC) nahtlos in die Verwaltungsabläufe integrieren. Moderne GRC-Plattformen ermöglichen es, sämtliche regulatorischen Anforderungen zentral zu erfassen, automatisierte Prüfungen durchzuführen und Berichte für die Aufsicht transparent bereitzustellen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Automatisierung von Compliance-Prozessen. Mit standardisierten Workflows und automatisierten Kontrollen lassen sich Sicherheitsrichtlinien effizient umsetzen, ohne dabei die IT-Administratoren mit zusätzlichen manuellen Aufgaben zu belasten.

Darüber hinaus spielen Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen eine zentrale Rolle. Die technische Umsetzung allein reicht nicht aus, um ein dauerhaft hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten. Die Beschäftigten in den Behörden müssen kontinuierlich geschult und über aktuelle Bedrohungslagen informiert werden, um mögliche Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und richtig darauf zu reagieren.

Auf der nächsten Seite: Erfolgsfaktoren, eine „Zukunftssichere Verwaltung durch ZeDIS und NIS-2“.

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