Registermodernisierung Die Notwendigkeit gemeinsamer Bewertung und flexibler Anpassungen

Von Natalie Ziebolz 2 min Lesedauer

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Die Registermodernisierung steht vor Herausforderungen. Eine umfassende Erprobung der Melderegisterstruktur ist dringend erforderlich, um potenzielle Risiken zu mindern und eine effiziente, digitale Verwaltung zu gewährleisten. Das fordern nun auch Vitako und Databund.

Die Registermodernisierung ist Basis für das Once-Only-Prinzip.(Bild:  carlosseller – stock.adobe.com)
Die Registermodernisierung ist Basis für das Once-Only-Prinzip.
(Bild: carlosseller – stock.adobe.com)

Die Registermodernisierung im Meldewesen steht vor entscheidenden Herausforderungen. Eine der zentralen Fragen, die sich dabei stellt, betrifft die Bewertung und Nutzung von Erkenntnissen aus den Umsetzungsprojekten. Bislang fehlt ein gemeinsames klares Zielbild zur digitalen Nachweiserbringung durch die Behörden, und die Ergebnisse der Projekte werden nicht ausreichend mit den betroffenen Stellen geteilt. Dies behindert nicht nur die Identifikation von Umsetzungsdefiziten, sondern birgt auch Risiken für das gesamte IT-Großprojekt.

In einem aktuellen Diskussionspapier betonen Vitako und Databund daher die dringende Notwendigkeit, die Erkenntnisse aus den Umsetzungsprojekten gemeinsam zu bewerten und strukturelle Probleme von Vollzugsmängeln zu unterscheiden. Ohne solide Bestandsaufnahme auf kommunaler Ebene bestehe die Gefahr, dass Architektur und Konzeption den tatsächlichen Bedarf verfehlen. Dies könnte zu Verzögerungen, Budgetüberschreitungen und inhaltlichen Fehlentwicklungen führen.

Besonders herausfordernd gestaltet sich die Abhängigkeit der verschiedenen Komponenten voneinander. Ohne eine umfassende Erprobung und Bewertung besteht die Gefahr, dass die geplanten Maßnahmen den Anforderungen nicht gerecht werden. Daher wird empfohlen, die Melderegisterstruktur frühzeitig und umfangreich zu erproben, um sicherzustellen, dass die Potentiale der Digitalisierung voll ausgeschöpft werden können.

Ein weiterer Aspekt, der kritisch betrachtet werden muss, ist die Steuer-Identifikationsnummer als Hilfselement. Während sie in der Theorie als nützliches Werkzeug erscheint, könnten ihre unbeabsichtigten Auswirkungen bei einem flächendeckenden Rollout erhebliche Risiken für die öffentliche Verwaltung mit sich bringen – etwa in Form von von Dubletten. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, mögliche Folgen tiefgreifender Eingriffe in die Registerstrukturen genau zu beleuchten, bevor weitreichende Maßnahmen ergriffen werden.

Schließlich ist es wichtig, dass die Registermodernisierung nicht als Selbstzweck betrachtet wird. Vielmehr sollte das übergeordnete Ziel eine moderne, digitale Verwaltung sein, die effizient und nutzerfreundlich arbeitet. Die bisherigen Umsetzungsüberlegungen sollten daher immer wieder kritisch reflektiert werden, um sicherzustellen, dass sie auf die Herausforderungen einer digitalen Zukunft ausgerichtet sind.

In Anbetracht der raschen technologischen Entwicklungen und der unvorhersehbaren Potentiale des Digitalen ist es von entscheidender Bedeutung, die Registermodernisierung offen und flexibel zu gestalten. Nur so können zukünftige Verbesserungen und Innovationen in der Verwaltung ermöglicht werden, die heute noch undenkbar erscheinen.

Das gesamte Positionspapier können Sie hier einsehen:

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