gesponsertDaten semantisch verknüpfen Datenökonomie und Smart Services

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Datensilos sind in der öffentlichen Verwaltung allgegenwärtig. Um Mehrwerte zu schaffen, bietet die Datenökonomie Ansätze, Daten aus unterschiedlichen Datentöpfen zu bewirtschaften. Mithilfe der Datenökonomie entstehen vielfältige Ideen, um Smart Services für die erwaltung zu generieren.

Thomas Feld, Vice President­ Data Economy, Materna(©  Materna)
Thomas Feld, Vice President­ Data Economy, Materna
(© Materna)

Datennutzung und Digitalisierung der Verwaltung sind untrennbar miteinander verknüpft. Daten lassen sich dabei aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. In der klassischen Datenbetrachtung sind Datentöpfe für zum Beispiel E-Akte, Fachverfahren, Registeranwendungen und weitere inhaltsspezifische Daten nur direkt über Schnittstellen technisch-prozessual verknüpft.

Dahingegen verändert die moderne Datenökonomie diese Sichtweise ganz entscheidend: Sie verknüpft Daten und Datentöpfe semantisch miteinander. Auf diese Weise entstehen Datenräume, die sich intelligent zu Datenökosystemen verknüpfen und bewirtschaften lassen. Durch die Nutzbarmachung von Daten aus verschiedensten Quellen entsteht die Chance, intelligente Services für vielfältige Einsatzbereiche zu realisieren, wie etwa für Mobilität und Verkehr, Energie, Smart Living, Landwirtschaft, öffentliche Sicherheit, Justiz, Bildung und Gesundheit. Beflügelt wird die Datenökonomie durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. So lassen sich Daten semantisch verstehen oder Vorhersagen treffen oder – mithilfe Generativer KI – ganz neue Inhalte aus vorhandenen Daten generieren.

Materna hat bereits zahlreiche Projekte für den Aufbau föderaler Datenräume realisiert, in denen Künstliche Intelligenz angewendet wird:

  • Im Projekt ForeSightNext entwickelt Materna gemeinsam mit sieben weiteren Partnern einen souveränen Datenraum für energieeffizientes und nachhaltiges Wohnen. Das Projekt schafft mit der Entwicklung eines souveränen Datenökosystems die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen, um auf Basis eines sicheren und vertrauenswürdigen Datenaustausches innovative Services mit Künstlicher Intelligenz im Wohnbereich zu entwickeln. Die gewonnenen und aggregierten Daten nützen unter anderem Wohnungs- und Immobilienunternehmen bei Investitionsentscheidungen.
  • In dem Projekt GAIA-X 4 ROMS (Remote Operation Management Services) werden Lösungen für das intelligente Management autonomer Fahrzeugflotten im Personen- und Güterverkehr sowie für die Verkehrsinfrastruktur auf Basis von Gaia-X entwickelt. Mit dem dynamischen Haltestellenmanagement wird hier zum Beispiel erstmals ein System vorgestellt, das die koordinierte Mehrfachnutzung der städtischen Verkehrsinfrastruktur für weitere Mobilitätsdienstleister ermöglicht. Damit wird deren Auslastung verbessert und Verkehrsbeeinträchtigungen durch „Zweite-Reihe-Parker“ werden reduziert.
  • Das Projekt GAIA-X 4 moveID befasst sich mit vielfältigen Szenarien für ein intelligentes Verkehrsmanagement. Entwickelt wird ein dezentraler Mobilitätsdatenraum für die wechselseitige Kommunikation zwischen digitalen Identitäten von Fahrzeugen und anderen Komponenten der Verkehrsinfrastruktur. Ein zentraler Anwendungsfall ist das Smart Parking & Charging, das durch intelligente, vernetzte Verkehrssysteme optimale Parkmöglichkeiten prognostiziert und durch eine geeignete Navigation und verkehrsträgerübergreifende Routenführung auch noch den städtischen Parksuchverkehr – ein wesentlicher Treiber des verkehrsbedingten CO2-Ausstoßes – verringert.
  • Digitale Lösungen für den Katastrophenfall entwickeln – darum geht es bei dem Projekt „Sicher Leben in Freiburg: Resilienz-Management für die Stadt“ (FreiburgRESIST)“. Materna entwickelt im Projektverbund verschiedene Funktionen für unterschiedliche Einsatzszenarien auf kommunaler Ebene. Städte und Gemeinden sollen zukünftige Herausforderungen in Krisensituationen noch besser und schneller bewältigen können.
  • In dem Forschungsprojekt CO2For-IT wird ein föderaler Datenraum für das Nachhaltigkeitsmonitoring der Wald- und Holzwirtschaft entwickelt, der künftig mehr als 120.000 forstliche Akteure vernetzt. Der so entstehende Forest Data Space ermöglicht ein wertschöpfungskettenübergreifendes Monitoring von CO2-Bilanzen und liefert die notwendigen Daten zur Entwicklung von Strategien zur Bewältigung des Klimawandels.

Für einen intelligenten, mehrwertgenerierenden Datenraum stehen verschiedene Lösungsbausteine bereit, die sich individuell kombinieren lassen. Die wichtigsten sind Generative KI, Data Governance (Regelung der Datenhoheit in einer Organisation), Data Engineering (erfasst und verarbeitet Daten), Data Analytics und Geo-Informationssysteme (GIS).

* Autor: Thomas Feld, Vice President Data Economy, Materna

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