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Sicherheit und Verfügbarkeit
Schließlich hat das Wasser einen ästhetischen Effekt. Landschaft, die Wolken und der Rechenzentrumbau selber spiegeln sich darin. Dieser sieht dadurch wie ein völlig ebenmäßiger Würfel aus und die Wolken zeigen an, welchem Zweck das Datacenter dienen soll.

Der Untergrund in Covilhã besteht aus Felsen, wie er in den Steinen des Sees zu sehen ist. Das wiederum macht den Standort zu einem der Erdbeben-sichersten. Zusätzlich sorgen die Säulen, auf denen das Rechenzentrum steht für den Schutz vor Erschütterungen. Das Prinzip habe man sich bei Fujitsu in Japan abgeschaut, erzählt PT-CEO Brava.
Für Zutrittssicherheit des Tier-3-Rechenzentrums sorgen hingegen Kameras an allen Ecken und Enden, ein System, das angemeldete Kunden und Mitarbeiter an den Venen erkennt sowie eine Waage, die das Gewicht eines Besuchers vor und nach dem Zutritt misst, so dass unbemerkt kein Server verschwinden kann.
Für 36 Stunden Autarkie
Die USV-Anlagen funktionieren mit Batterien und der Brandschutz mit dem Löschmittel Inergen, einem Gemisch aus Stickstoff, Argon und Kohlenstoffdioxid. Wird es im IT-Raum verteilt, können Menschen darin überleben.
Für die Verfügbarkeit sorgen zwei separate Stromzuleitungen und Energielieferanten sowie 80.000 Liter Öl und zwölf Diesel-Generatoren. Diese lassen sich mithilfe eigener Batterien innerhalb von acht Sekunden auf volle Kraft bringen. Sie könnten das Rechenzentrum 36 Stunden autark versorgen oder eine Stadt, die doppelt so groß ist wie Covilhã.

Pathos darf sein
Die PT-eigene IT ist zu 63 Prozent virtualisiert. Die Grundlage für neue Anwendungen bilden zu 80 Prozent x86-Plattformen mit Windows oder Linux. Für die Kundschaft betreibt PT in Covilhã ein Security-, ein Network- und ein Technology Operation Center. Partner sind unter anderem Integratoren und Reseller wie Accenture, Esri, Unisys und Nextira One, Technik-Lieferanten wie Cisco, EMC, CA Technologies, Symantec, SAP, Oracle, Microsoft, HP und Fujitsu sowie Software Entwickler wie Parallels, IBT, NEC und Guest Centric.
Am Tage der Eröffnung, dem 23. September, haben nach CEO-Angaben 40 neue Kunden Verträge für das Rechenzentrum unterzeichnet. Der PT-Vorstandsvorsitzende Granadeiro zeigt sich voller Hoffnung für die Zukunft des Rechenzentrums und seine Bedeutung für das Unternehmen und darüber hinaus: „Lassen Sie uns für einen Tag die Krise vergessen“, sagt er, „und an die neuen Möglichkeiten denken. Denn viele Portugiesen haben sich allzu sehr daran gewöhnt und glauben, dass sie es nicht besser verdienen. Lang lebe Portugal!“
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