„Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung von EUDI-Wallets“ Architektur-Vorschlag für das European Digital Identity Wallet veröffentlicht

Von Natalie Ziebolz 2 min Lesedauer

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Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat den ersten Architekturvorschlag für das European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) vorgestellt – ein entscheidender Schritt in Richtung sicherer digitaler Identität. Nun sind Interessierte aufgerufen, den Vorschlag zu kommentieren und diskutieren.

Vor ihrer Einführung in den Mitgliedstaaten wird das Identity Wallet seit 1. April 2023 in vier Großprojekten erprobt.(Bild:  Who is Danny – stock.adobe.com)
Vor ihrer Einführung in den Mitgliedstaaten wird das Identity Wallet seit 1. April 2023 in vier Großprojekten erprobt.
(Bild: Who is Danny – stock.adobe.com)

Tickets, Bordkarten und vor allem Ausweisdokumente – künftig sollen EU-Bürger und -Bürgerinnen diese im sogenannten European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) ablegen und sich darüber bei öffentlichen Verwaltungen und privaten Dienstleistern authentifizieren können. Einen ersten Architekturvorschlag hat das Bundesministerium des Inneren und für Heimat (BMI) nun auf der Plattform OpenCoDE veröffentlicht. Dieser beleuchtet unter den Prämissen Sicherheit, Datenschutz und positive Nutzungserfahrung drei verschiedene Varianten für den Umgang mit persönlichen Identitätsdaten.

Erstellt wurde dieser von einem Projektteam des BMI und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), unterstützt von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND GmbH) und der Bundesdruckerei GmbH. „Im Rahmen zweier Workshops im August 2023 zu Bedarfen und Anwendungsfällen sowie im Oktober 2023 zu Geschäfts- und Betriebsmodellen wurde zusätzlicher Input gesammelt und weiter aufbereitet“, so das BMI.

Der gesamte Architektur- und Konsultationsprozess begann jedoch bereits im Juni 2023 und lud Vertreter aus Verbänden, Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung sowie die Zivilgesellschaft zur Beteiligung ein. „Mit dem Architektur- und Konsultationsprozess haben wir ein transparentes und partizipatives Format zur Entwicklung einer prototypischen Infrastruktur für EUDI-Wallets ins Leben gerufen“, so Bundes-CIO Dr. Markus Richter. Die Veröffentlichung des ersten Architektur-Vorschlags sei ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung von EUDI-Wallets.

Gleichzeitig ruft Richter dazu zur Kommentierung, Diskussion und gemeinsamen Weiterentwicklung des Vorschlags auf. Eingeladen sind Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden und Verwaltung sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein. Dies ist unter https://bmi.usercontent.opencode.de/eidas2/start/ möglich. Auf der Seite finden sich auch weitere Informationen.

Im Januar 2024 sollen dann die nächsten Workshops stattfinden, bei denen Datenschutz und Datensparsamkeit sowie die Ausarbeitung der Wallet-Architektur im Fokus stehen. Die Präsentation des abschließenden Betriebs- und Architektur-Vorschlags ist für Februar 2024 geplant.

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