Infrastrukturprobleme melden Brandenburger nehmen Hinweissystem „Maerker“ gut an

Redakteur: Ira Zahorsky

Bereits mehr als 100.000 Hinweise zu Infrastrukturproblemen in Brandenburg sind auf dem Hinweissystem „Maerker“ eingegangen. Genau neun Jahre nach der Einführung ging der 100.000ste Hinweis ein. Er wurde für die Gemeinde Kleinmachnow genau um 9:32 Uhr erstellt und betrifft den Zustand eines Weges.

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Über Maerker Brandenburg können Bürger den Brandenburger Kommunen mitteilen, wo sie ein Infrastrukturproblem, beispielsweise ein gefährliches Schlagloch, entdeckt haben.
Über Maerker Brandenburg können Bürger den Brandenburger Kommunen mitteilen, wo sie ein Infrastrukturproblem, beispielsweise ein gefährliches Schlagloch, entdeckt haben.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Vor neun Jahren unterzeichneten der Städte- und Gemeindebund des Landes Brandenburg und die drei Pilotkommunen Rüdersdorf bei Berlin, Rathenow und Mittenwalde die Rahmenvereinbarung für die Internetplattform „Maerker“. „Am 17. September 2009 fiel der Startschuss für ‚Maerker‘. Neun Jahre später – auf den Tag genau – ging nun der einhunderttausendste Hinweis ein. Das spricht für den Erfolg des Online-Portals“, freut sich Innenstaatssekretärin Katrin Lange. Gerade wegen der leichten und schnellen Bedienung sei „Maerker“ in den Brandenburger Kommunen so beliebt. „Bürger können einfach und komfortabel auf Schäden, Probleme oder Missstände vor Ort aufmerksam machen. Und die Kommunen bekommen eine schnelle und ungefilterte Rückmeldung von ihren Einwohnern. ‚Maerker‘ ist ein gutes Beispiel für eine anwenderfreundliche elektronische Lösung in der Verwaltung. Manchmal kann es wirklich so einfach sein“, so Lange weiter.

Derzeit beteiligen sich 112 Kommunen an „Maerker“. Damit können mehr als 1,56 Millionen Personen diesen Service über die Internetseiten ihrer Kommunen oder mit der „Maerker App“, die für iPhone und Android zur Verfügung steht, nutzen. Das sind bereits 63 Prozent der Brandenburger Bevölkerung. Fast 300 „Maerker“-Redakteure sorgen für einen direkten Dialog zwischen Verwaltung und Bürgerschaft. Bürgerinnen und Bürger informieren hier über Infrastrukturprobleme in ihrer Kommune und können über ein Ampelsystem (rot, gelb, grün) den Bearbeitungsprozess transparent nachvollziehen. Die Verwaltungen haben sich dazu verpflichtet, binnen drei Tagen auf die Hinweise aus der Öffentlichkeit zu reagieren.

Erweiterung „MaerkerPlus“

Seit dem Jahr 2017 gibt es mit „MaerkerPlus“ eine Erweiterung des Systems. Mit ihr kann eine Kommune das Portal noch flexibler einsetzen, da auch Vorschläge gemacht und Vorhaben diskutiert werden können. Fünf Kommunen nutzen bereits „MaerkerPlus“; weitere Kommunen sind interessiert und stehen mit dem Zentralen Brandenburgischen IT-Dienstleister (ZIT-BB) in Verhandlungen.

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