Best Practice Bildung im 21. Jahrhundert braucht eine moderne IT-Infrastruktur

Von Natalie Ziebolz Lesedauer: 5 min |

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Das Förderprogramm Digitalpakt Schule unterstützt Schulen in ganz Deutschland dabei, ihre IT-Infrastruktur aufzurüsten und zu modernisieren. Die Gemeinde Pullach im Isartal bei München hat dieses Programm genutzt, um ihre Grund- und Mittelschule zu digitalisieren und die IT-Infrastruktur des Gymnasiums zu verbessern. Die neue Netzwerkausrüstung wurde zwingend benötigt, um die Schulen auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und Online-Lernen besser zu unterstützen.

Besseres Lernen und Lehren – das verspricht man sich von der Digitalisierung der Schulen.
Besseres Lernen und Lehren – das verspricht man sich von der Digitalisierung der Schulen.
(Bild: Thares2020 – stock.adobe.com)

Die Gemeinde Pullach Im Isartal musste die IT-Infrastruktur ihrer Grund- und Mittelschule sowie ihres Gymnasiums modernisieren. Während das Gymnasium zum Teil über eine moderne Technologie verfügte, waren die Grund- und Mittelschulen dringend auf eine digitale Erneuerung angewiesen.

Dabei hatte die Grundschule den größten Bedarf. Einige der Klassenzimmer waren nur mit einer Netzwerkdose und einem kleinen 5-Port-Switch ausgestattet, um die verschiedenen Endgeräte an die IT-Infrastruktur anzuschließen. Die Anbindung ans Internet bot nur eine geringe Bandbreite und entsprach damit keineswegs den Anforderungen moderner Lernmethoden. Eine WLAN-Infrastruktur fehlte komplett.

Ähnlich die Situation auf dem Campus der Mittelschule, der aus drei Hauptgebäuden und einem weiteren Gebäude besteht, den sie mit der Grundschule teilt. Auf dem Campus stand keine moderne IT-Infrastruktur zur Verfügung. Auch hier gab es keine flächendeckende WLAN-Abdeckung. Das machte es für Schüler und Lehrkräfte schwierig, auf das Internet zuzugreifen, um sinnvolle Bildungserfahrungen zu machen.

Etwas besser stellte sich die Situation am Otfried-Preußler-Gymnasium dar: Durch frühere Modernisierungsprojekte verfügte dieses über eine gute Grundausstattung an Geräten und Netzwerkanschlüssen. Die vorhandene WLAN-Umgebung konnte jedoch die große Anzahl gleichzeitiger Verbindungen, die die Schule benötigt, nicht unterstützen, andere Netzwerkkomponenten waren veraltet und mussten ersetzt werden. Der Plan war, die IT-Infrastruktur aller Schulen zu modernisieren und ein modernes Netzwerk zu schaffen, das die Anforderungen an Kapazität, Leistung, Sicherheit, Zuverlässigkeit und einfache Bedienung erfüllt.

Vertrag mit Inducio

Die Gemeinde vergab den Technologieauftrag an das IT-Systemhaus Inducio. Dabei ging es nicht nur um Konzeption und Implementierung eines leistungsfähigen Netzwerks für die Schulen, sondern auch das Monitoring und die Wartung galt es zu berücksichtigen.

Zeitgemäß sieht anders aus: Vor dem Digitalisierungsprojekt wurde in den Klassenzimmern noch mit herkömmlichen Tafeln gearbeitet.
Zeitgemäß sieht anders aus: Vor dem Digitalisierungsprojekt wurde in den Klassenzimmern noch mit herkömmlichen Tafeln gearbeitet.
(Bild: Gemeinde Pullach)

Inducio prüfte die Angebote mehrerer führender Netzwerktechnologieanbieter und empfahl Allied Telesis. Das Merkmal, das demnach für Allied Telesis sprach, ist die skalierbare Netzwerkmanagement-Plattform Autonomous Management Framework (AMF) des Anbieters. Die automatisierten Dienste von AMF, einschließlich Firmware-Upgrades, Backup&Recovery und Zero-Touch-Provisioning minimieren die für die Verwaltung eines komplexen Netzwerks erforderlichen Ressourcen und Fähigkeiten.

Die zentrale Verwaltung via AMF stellt nicht nur die hohe Verfügbarkeit des Netzwerks sicher, sondern ermöglicht auch die Verwaltung eines, mehrerer oder aller Geräte auf einmal, wodurch der Zeit-, Arbeits- und Kostenaufwand für die Netzwerkverwaltung drastisch reduziert wird. Eine besonders nützliche Funktion für das IT-Team der Schulen ist die Verwaltungsschnittstelle für die Autorisierung von Netzwerkgeräten, die eine vereinfachte Integration neuer Geräte in die bestehende Infrastruktur ermöglicht.

Modernisierung mit neuen Netzwerkgeräten und Management-Tools

Aufgrund der Entfernung zwischen den Schulgebäuden haben die Netzwerkarchitekten zwei getrennte physische Netze eingerichtet. Die Gebäude der Grund- und Mittelschule sowie der Serverraum im Rathaus der Gemeinde befinden sich in unmittelbarer Nähe und können leicht über Glasfaserleitungen miteinander verbunden werden. Das Gymnasium ist von den zwei anderen Schulen weiter entfernt, sodass es ein eigenes Netz erhalten hat.

Netz 1 umfasst den Schulungs-/IT-/Serverraum der Gemeinde Pullach sowie die Grund- und Mittelschule. Netzwerk 2 ist eigenständig und deckt das Gymnasium ab.

Die Netzwerke sind redundant ausgelegt. Neue Switches mit hoher Portdichte sorgen dabei für erheblich bessere Gerätekonnektivität im Vergleich zu vorher. Zudem wurde auch der im Freien liegende Pausenhof, der zum Campus der Mittelschule gehört, mit WLAN ausgestattet.

Die Verwaltung der beiden Netzwerke erfolgt zentral über das Autonomous Management Framework, mit Autonomous Wave Control (AWC) für die Access Points und Vista Manager EX als grafisches Front-End. AMF wird in erster Linie für die Konfiguration, Einrichtung und Verwaltung von Geräten verwendet. AWC ist ein intelligenter Wireless-Controller, der die Funkabdeckung und Interferenzen analysiert, um eine bessere Wireless-Konnektivität zu ermöglichen, die sich automatisch an Umgebungsänderungen und dynamische Bandbreitenanforderungen der Benutzer anpasst.

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